Foto: Heintz/Neumann
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Eine verwitterte Tür, die plötzlich an eine weite Landschaft erinnert. Insektenflügel, die sich in ein abstraktes Spiel aus Linien und Formen verwandeln. Das Innere einer Blüte, das völlig neue Perspektiven eröffnet. Die Fotokünstlerin Ingeborg Neumann aus Kleinottweiler macht das Unscheinbare sichtbar – und zeigt ihre Arbeiten noch bis zum 30. Mai im Dorfgemeinschaftsraum der ehemaligen Schule in der Mühlenstraße 13.

Unter dem Motto „Mal so gesehen“ nimmt die ehemalige Lehrerin ihre Betrachter mit auf eine fotografische Reise, die im eigenen Garten beginnt und über Mallorca bis in die Bretagne führt. Neumann, Mitglied der Fotofreunde Homburg-Zweibrücken, hat dabei einen ganz eigenen Blick entwickelt: Sie sucht in alltäglichen Motiven aus Natur und Umgebung nach verborgenen Details und verdichtet sie zu Bildern, die eher an Gemälde erinnern als an klassische Fotografien.

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Bereits zum zweiten Mal stellt Neumann in den Räumen der alten Schule aus. Dass der Ort mittlerweile zu einer festen Adresse für Kunstinteressierte geworden ist, liegt nicht zuletzt an der Gruppe „Dorftreff“ um Brunhilde Gierend, die dort regelmäßig Ausstellungen organisiert. Gemeinsam mit Ortsvorsteher Daniel Heintz begrüßte Gierend bei der Vernissage zahlreiche Gäste, die nicht nur aus Kleinottweiler selbst, sondern auch aus der weiteren Region angereist waren.

Foto: Heintz/Neumann

Musikalisch begleitet wurde die Eröffnung von Gitarrist Ronald Merklein, der für den passenden Rahmen sorgte, während die Besucher durch die farbenfrohen Arbeiten flanierten. Die Motive zeigen, wie sehr sich ein zweiter Blick lohnen kann – wenn aus dem Vertrauten etwas Überraschendes wird und die Kamera Dinge festhält, die dem bloßen Auge im Alltag entgehen.

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Wer die Ausstellung noch erleben möchte, hat dazu bis einschließlich 30. Mai Gelegenheit. An diesem letzten Tag steht Ingeborg Neumann von 15 bis 17 Uhr außerdem für ein Künstlergespräch bereit und gibt Einblicke in ihre Arbeitsweise. Eine Voranmeldung zur Besichtigung ist bei Brunhilde Gierend unter der Telefonnummer 01522 1887 088 möglich.

Foto: Heintz/Neumann
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