Symbolbild
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Weniger Staus, weniger Pannen, weniger Verkehr insgesamt: Die Osterfeiertage 2026 haben auf Deutschlands Straßen deutlich ruhiger stattgefunden als in den beiden Vorjahren. Nach einer aktuellen Auswertung bundesweiter Verkehrsdaten durch den ADAC ist der Reise- und Ausflugsverkehr rund um Ostern spürbar zurückgegangen – und die Ursache liegt nach Einschätzung des Automobilclubs vor allem an der Zapfsäule.

Besonders auffällig fiel der Rückgang am traditionell verkehrsreichsten Tag der Osterferien aus: Am Gründonnerstag registrierte der ADAC 1.586 Staus auf den Fernstraßen. Das entspricht einem Minus von fünf Prozent gegenüber 2025 und sogar zwölf Prozent weniger als noch 2024. Der Karfreitag, an dem üblicherweise Familienbesuche und Kurztrips für volle Autobahnen sorgen, zeigte einen noch deutlicheren Trend. Hier lag die Zahl der Staus 21 Prozent unter dem Vorjahreswert und 25 Prozent unter dem Niveau von 2024.

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Dass tatsächlich weniger Menschen ins Auto gestiegen sind und nicht etwa die Infrastruktur besser funktioniert hat, lässt sich an einem weiteren Indikator ablesen. Die ADAC-Pannenhilfe verzeichnete rund um die Feiertage knapp zwei Prozent weniger Einsätze als im Vorjahr – und das, obwohl die Pannenzahlen seit Jahresbeginn insgesamt einen steigenden Trend aufweisen. Der Osterverkehr durchbrach dieses Muster also gegen den allgemeinen Trend.

Der ADAC sieht in den anhaltend hohen Kraftstoffpreisen den entscheidenden Faktor für die Zurückhaltung vieler Autofahrerinnen und Autofahrer. Offenbar werde das Auto häufiger stehen gelassen, wenn Tanken so teuer ist wie derzeit. Sowohl auf den großen Transitrouten als auch in den klassischen Ausflugsregionen sei die Verkehrsdichte merklich geringer gewesen als in den Osterferien der Jahre 2024 und 2025.

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Vor diesem Hintergrund begrüßt der Automobilclub die von der Bundesregierung beschlossene befristete Senkung der Energiesteuer um 17 Cent. Damit habe die Politik eine zentrale Forderung des ADAC aufgegriffen. Entscheidend sei nun allerdings, dass die Entlastung auch tatsächlich vollständig bei den Verbraucherinnen und Verbrauchern ankomme und nicht auf dem Weg dorthin versickere. Die Osterzahlen zeigen jedenfalls, wie direkt sich die Preispolitik an der Tankstelle auf das Mobilitätsverhalten der Menschen auswirkt – und wie sensibel viele Haushalte inzwischen auf steigende Kosten reagieren.

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