Ein Vierteljahrhundert nach seiner Gründung gehört der Conte Verlag fest zur Literaturszene im Saarland. Vom heutigen Sitz in St. Ingbert aus erscheinen Belletristik, Regionalia und Sachbücher, die oft einen engen Bezug zur Region und zu Frankreich haben – ganz im Sinne der Idee, mit der alles begonnen hat.
Am 1. Februar 2001 riefen die Verleger Roland Buhles und Stefan Wirtz den Conte Verlag ins Leben, damals noch in Saarbrücken. Schon der Name war Programm: Conte, abgeleitet vom französischen Wort für Erzählung oder Märchen, sollte für Geschichten stehen, die etwas zu sagen haben und handwerklich überzeugend erzählt sind. Gleichzeitig sollte sich die geografische und kulturelle Nähe zu Frankreich im Programm widerspiegeln – ein Anspruch, der den Verlag bis heute begleitet.
In den vergangenen 25 Jahren hat sich ein vielfältiges Programm entwickelt. Die Schwerpunkte Belletristik und Regionalia wurden kontinuierlich ausgebaut, daneben wagte sich der Verlag immer wieder an ungewöhnliche Projekte. „Letztlich sind es wohl vor allem jene Buchideen, die man nicht, wie man heute sagt, ›auf dem Schirm hatte‹ und jene Manuskripte, die einen selbst zu überraschen vermögen, die den besonderen Reiz des Verlagsdaseins ausmachen“, sagte Verleger Stefan Wirtz. Überraschende Stoffe und mutige Manuskripte gehören damit ausdrücklich zum Selbstverständnis des Hauses.
Die Geschichte des Verlages war dabei nicht frei von Brüchen. Als Tiefpunkt gilt der Tod des Mitgründers und Verlegers Roland Buhles, der den Conte Verlag von Anfang an mit aufgebaut und geprägt hatte. Dem gegenüber stehen mehrere Höhepunkte: die Aufnahme in die Kurt-Wolff-Stiftung, die Auszeichnung des „Haus-Autors“ Frank P. Meyer mit dem Grimmelshausenpreis 2023 sowie der Deutsche Verlagspreis 2025, der die Arbeit des kleinen, unabhängigen Hauses bundesweit sichtbar machte.
Zum Jubiläum richtet Stefan Wirtz den Blick auch auf diejenigen, die den Weg des Verlages begleitet haben. „Wir danken allen, die den Conte Verlag in den vergangenen 25 Jahren auf unterschiedlichste Weise unterstützt und gefördert haben: allen ehemaligen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die sich stets aufs Neue mit Hingabe und Energie in die Arbeit am nächsten Buch stürzten, unseren Autorinnen und Autoren, die uns teils seit vielen Jahren die Treue halten und ohne die wir ganz und gar unmöglich wären. Und wir danken den Buchhändlerinnen und Buchhändlern, die unsere Bücher in ihr Sortiment übernehmen, sie präsentieren und empfehlen“, erklärte der Verleger.
Gleichzeitig richtet sich der Blick nach vorn. Der Conte Verlag arbeitet an mehreren Neuerscheinungen, die in Kürze auf den Markt kommen sollen. „Wir freuen uns auf das Erscheinen der Romane Ferien auf Khnomo von Andreas Brettschneider und Krampenschießen von Eva Paula Pick sowie auf die Fertigstellung der in Zusammenarbeit mit dem Historischen Museum Saar entstandenen Publikation »Inszenierung der Nation« zu den Saarbrücker Monumentalgemälden Anton von Werners. Nicht zu reden von den originellen Manuskripten und Buchideen, welche die Zukunft, dessen sind wir gewiss, für uns bereithält“, so Wirtz.
Der Verlag firmiert heute als Conte Verlag GmbH mit Sitz Am Rech 14 in 66386 St. Ingbert. Er ist telefonisch unter 06894/1664163 erreichbar, weitere Informationen finden sich online unter conte-verlag.de. Nach 25 Jahren versteht sich das Haus weiterhin als Adresse für erzählstarke Literatur und regionale Themen – mit klarer Verwurzelung im Saarland und offenem Blick über die Grenze nach Frankreich.






















