Bild: Anita Naumann

„Summ, summ, summ, Bienchen summ herum“. Kennen sie dieses Kinderlied aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts? Oder gehören sie mehr der Generation „Biene Maja“ an?

Meist denken wir beim Stichwort Biene nur an die Honigbiene. Dabei gibt es alleine in Deutschland noch über 560 Wildbienenarten, Sand- oder Erdbienen beispielsweise, Mauerbienen, Pelzbienen, Holzbienen, Wespenbienen, Hummeln und und und. Wenn wir den Honig hier auch ausschließlich der Honigbiene verdanken, so suchen auch Wildbienen eifrig Blüten auf. Und das kommt uns zugute, denn die Bestäubung vieler Blüten von Obst- und Gemüsepflanzen erfolgt dabei so ganz nebenbei.

Grund genug also, diese Tiere seit 2018 jährlich am 20. Mai mit einem Gedenktag zu ehren und gleichzeitig auf ihre Gefährdung aufmerksam zu machen. Lebensräume verschwinden durch Zersiedelung der Landschaft, durch Monokulturen und den Einsatz von Pestiziden.

Dabei ist es doch gar nicht so schwer, den kleinen Brummern etwas Gutes zu tun, indem man zum Einen für ein breites Nahrungsangebot sorgt und zum Anderen Lebensraum, v. a. Nistmöglichkeiten, zur Verfügung stellt. Wer über einen Garten verfügt, kann dort auf eine geeignete Pflanzenauswahl achten. Der Fachhandel berät gerne. Meist gilt: ungefüllte Blüten sind für die Bienen besser als gefüllte Sorten, und einheimische besser als exotische. Das lässt sich genauso auf einem Balkon beherzigen. Heiß begehrt sind blühende Kräuter. Mit einer Blumenwiese statt Rasen kann man bei Bienen wie auch bei anderen Insekten ebenfalls punkten. Landwirte, die Blühstreifen anlegen, und Kommunen gehen hier mit gutem Beispiel voran.

Insektenhotels schaffen einigen Arten Nistmöglichkeiten. Manches wird aber auch unter diesem Begriff angeboten, was nicht wirklich geeignet ist. Verwilderte Ecken im Garten, Holzstapel und Steinhaufen sowie offene ungenutzte Flächen sind auf jeden Fall willkommen.

„Stellen Sie zudem an heißen Tagen eine Wasserstelle, z. B. eine Vogeltränke, auf und platzieren darin Steine oder Korken, auf denen die Insekten Halt finden. Kaufen Sie Honig bevorzugt vom Imker um die Ecke oder aus einem Biosphärenregal. So vermeiden Sie zudem Transportwege, was auch wieder der Umwelt und damit auch den Bienen zugutekommt. Genießen Sie den Honig am 20. Mai mal ganz bewusst auf Ihrem Brot oder im Tee, lauschen Sie dabei dem Gebrumme rings um Sie her und summen leise mit: „Summ, summ, summ, Bienchen summ herum“, rät das Team der Tourist-Info Homburg.

Kontakt zur Tourist-Info vorerst nur telefonisch unter 06841 / 101-820 oder per Mail an touristik@homburg.de.

 

 

 

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