Foto: Selina Vogler
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Bunte Brotgesichter, selbst geschnittenes Gemüse und Schnittlauch aus dem eigenen Hochbeet: Die Vorschulkinder der Kita Luitpold in St. Ingbert haben an zwei Projekttagen ihren ganz persönlichen Ernährungsführerschein erworben. Im Rahmen des Programms „Peb und Pebber – Ernährungsführerschein“ setzten sich die Mädchen und Jungen praktisch mit gesunder Ernährung, Bewegung und Entspannung auseinander – und gingen am Ende sichtlich stolz mit Urkunde und Arbeitsheft nach Hause.

Das Programm hat im Saarpfalz-Kreis bereits eine lange Tradition. Ursprünglich wurde es von Karin Heid-Schuck vom Gesundheitsamt des Kreises im Rahmen des Netzwerks „Saarpfalz mit peb – ein Land macht sich fit“ entwickelt. In der Kita Luitpold übernahm in diesem Jahr erstmals Frau Schaubltizer die Begleitung der beiden Projekttage und vermittelte die Inhalte kindgerecht und nah an der Praxis.

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Gleich am ersten Tag ging es ans Werk: Die Kinder gestalteten Brotgesichter, schnitten dafür eigenständig verschiedene Gemüsesorten und lernten den sicheren Umgang mit dem Messer. Hygiene stand dabei genauso auf dem Programm wie das gemeinsame Tischdecken und eine anschauliche Einführung in die Ernährungspyramide. „Ich habe gestern ein Paprikagesicht gelegt und heute ein Gesicht nur aus Möhren und Gurken“, rief Hounar stolz, während ringsum die anderen Kinder ihre eigenen Kreationen belegten und anschließend gemeinsam verspeisten.

Der zweite Tag führte die Gruppe dann an den Herd und in den Garten. Ofenkartoffeln mit Kräuterquark standen auf dem Speiseplan, wobei der Schnittlauch direkt aus den Hochbeeten der Kita stammte. Dort pflanzen die Kinder selbst Gemüse und Kräuter an – die eigene Ernte nun in der Küche verarbeiten zu können, sorgte für besonders leuchtende Augen. Zwischen den Koch-Einheiten wechselten sich Bewegungsspiele und kleine Entspannungsübungen ab, damit Aktivität und Ruhe in einem gesunden Gleichgewicht blieben.

Die pädagogische Fachkraft Giulia Becker beobachtete, wie selbstverständlich die Kinder mitmachten: „Die Kinder waren mit großer Freude dabei und konnten vieles direkt selbst ausprobieren. Da wir die Zubereitung von Mahlzeiten auch aus unserem Kita-Alltag kennen, waren sie sehr vertraut mit den Abläufen und konnten sofort aktiv mithelfen.“ Dass das Projekt nahtlos an den Alltag der Einrichtung anknüpft, bestätigte auch Kita-Leiterin Selina Vogler: „Das Projekt ist eine wertvolle Ergänzung zu unserem Kita-Alltag. Die Kinder lernen sehr praktisch und mit viel Spaß, wie gesunde Ernährung funktioniert. Besonders schön ist es, dass wir dabei auch unsere eigenen Kräuter aus dem Garten nutzen können – dass macht das Ganze für die Kinder noch greifbarer und lebendiger.“

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Am Ende der zwei Tage hielten alle Vorschulkinder ihren „Peb- und Pebberführerschein“ sowie ein altersgerechtes Arbeitsheft in den Händen. Viele von ihnen kündigten bereits an, das neu erworbene Wissen zu Hause gleich weiter auszuprobieren – ein Zeichen dafür, dass die Botschaft des Programms weit über die Kita-Küche hinauswirkt.

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