Der Saarpfalz-Kreis und das Biosphärenreservat Bliesgau sind wahre Aushängeschilder für das Saarland - Foto: Eike Dubois

Wer zwischen 16 und 26 Jahre alt ist und sich für Naturschutz, Tourismus oder nachhaltige Mobilität begeistert, kann ab dem 1. September beim Saarpfalz-Kreis ein Freiwilliges Ökologisches Jahr beginnen. Die Stabsstelle für nachhaltige Entwicklung und Mobilität hat noch freie Plätze – und das Aufgabenspektrum reicht weit über klassische Umweltarbeit hinaus.

Der Saarpfalz-Kreis trägt das Zertifikat „Qualitätsregion Wanderbares Deutschland“, und genau hier setzt ein zentraler Teil des FÖJ an. Freiwillige unterstützen das Team im touristischen Wegemanagement, kontrollieren eigenständig Wanderstrecken und helfen bei der Planung sowie Beschilderung von Radrouten. Unterwegs sind sie dabei mit dem Dienst-E-Bike. Auch die Infrastruktur der Premiumwanderwege und der grenzüberschreitenden Radverbindungen gehört zu ihrem Verantwortungsbereich.

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Ein ganz anderes Arbeitsfeld wartet am Kulturlandschaftszentrum „Haus Lochfeld“ in Wittersheim. Dort dreht sich vieles um den Nutz- und Obstgarten: Aussaat, Pflege und Ernte im Kräuter- und Bauerngarten stehen ebenso auf dem Programm wie die Obsternte und deren Verarbeitung im Herbst. Wer sich für alte Obstbaumsorten und den Erhalt wertvoller Lebensräume interessiert, findet hier ein ideales Betätigungsfeld. Darüber hinaus begleiten die Freiwilligen Exkursionen und arbeiten mit Schulklassen zusammen – ein Bereich, der pädagogisches Geschick fördert und den Blick für Umweltbildung schärft.

Das dritte große Themenfeld verbindet Umweltschutz mit moderner Mobilität. In enger Zusammenarbeit mit der Saarpfalz-Touristik und dem ÖPNV-Bereich der Kreisverwaltung entwickeln die FÖJler Marketingmaßnahmen für umweltfreundliche Fortbewegung. Dazu gehören Aktionen wie das jährliche „Stadtradeln“ genauso wie die Kontrolle von Haltestellen, um Busverkehre zu optimieren. Wer sich für digitale Werkzeuge begeistert, kommt ebenfalls auf seine Kosten: Die Auswertung räumlicher Daten mit geographischen Informationssystemen und die Bewertung von Luftbildern zählen zu den Büroaufgaben, bei denen sich fundiertes Wissen über Karten und Grafiken aufbauen lässt.

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Besonders hervorzuheben ist, dass der Saarpfalz-Kreis ausdrücklich Raum für eigene Projekte und Ideen bietet. Das FÖJ soll nicht nur der Umwelt dienen, sondern auch der persönlichen Orientierung – ob als Vorbereitung auf ein Studium, eine Ausbildung oder einfach als bewusste Auszeit nach der Schule. Voraussetzung für eine Bewerbung ist die erfüllte Vollzeitschulpflicht. Ein Führerschein der Klasse B wird zwar nicht verlangt, ist aber erwünscht. Seminartage sind während des Jahres verpflichtend.

Finanziell müssen sich die Freiwilligen keine Sorgen machen: Der Kreis zahlt ein monatliches Taschengeld, übernimmt die Sozialversicherungsbeiträge, stellt ein Deutschlandticket zur Verfügung und sorgt für die nötige Arbeitskleidung. Wer Interesse hat, kann sich direkt an Christian Stein von der Stabsstelle für nachhaltige Entwicklung und Mobilität wenden – telefonisch unter 06841 104-7156 oder per E-Mail an fb62 [at] saarpfalz-kreis.de. Weitere Informationen finden sich unter www.saarland.de/foej sowie auf der Karriereseite des Saarpfalz-Kreises.

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