Andreas Menges von der St. Ingberter Feuerwehr richtet eine neue Sirene auf dem Dach der Stadtbücherei ein. Sie wird künftig nicht nur bei Feueralarm ertönen, sondern auch bei Großveranstaltungen für die Wiedergabe von Durchsagen genutzt. Foto: Stadt St. Ingbert/P. Gaschott

Die SPD Saar fordert mit Blick auf die massiven Unwetterschäden der letzten Tage in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen, die Warninfrastruktur auch im Saarland auszubauen. Insbesondere Warn-Apps seien dabei wichtig.

„Das rechtzeitige Warnen vor Gefahren durch große Schadensereignisse wie zum Beispiel Hochwasser, Unwetter oder Brände kann Leben retten. Denn: wer früh genug gewarnt wird, kann sich und seine Angehörigen in Sicherheit bringen und auch sein Hab und Gut schützen. Deswegen ist es gerade jetzt wichtig auch im Saarland eine gute Warninfrastruktur zu haben“, findet der Sprecher der SPD-Fraktion für Feuerwehr, Katastrophenschutz, sowie Hilfs- und Rettungsdienste, Esra Limbacher.

Nachdem schon der bundesweite Warntag am 10. September 2020 deutliche Defizite habe erkennen lassen, müsse die Warninfrastruktur jetzt „endlich“ verbessert werden. Warnmeldungen müssten die Menschen zukünftig schneller erreichen. Bei 400 regionalen Modularen Warnsystemen (MoWaS) müsse durch Bandbreitenerweiterung oder Priorisierung der Warnmeldungen des Bundes sichergestellt werden, dass das System nicht überlastet wird.

„Multiplikatoren haben dabei eine wichtige Funktion. Rundfunk- und Fernsehanstalten aber auch Warn-Apps mit insgesamt über 12 Millionen Nutzerinnen und Nutzern haben großes Potenzial, Menschen in den betroffenen Gebieten direkt mit wichtigen Informationen zur Gefahrenlage zu erreichen. Das funktioniert aber nur dann, wenn diese Apps auch wirklich benutzt und bekannt sind“, so Limbacher.

Beim Warntag 2020 seien zudem viele Sirenen zu leise oder kaum wahrnehmbar gewesen, sodass ein Weckeffekt in der Bevölkerung nicht erreicht werden konnte. Schon in den 90er Jahren seien zudem laut Limbacher in vielen saarländischen Kommunen vorhandene Sirenen aufgegeben und nicht mehr unterhalten worden.

„Als Warnmittel mit Weckeffekt sind Sirenen jedoch nach wie vor wichtig. Sie dienen als effizientes Warnmittel mit einem hohen Weckeffekt, mit dem ein Großteil der Bevölkerung erreicht werden kann. Die Katastrophenschutzbehörden müssen daher in die Lage versetzt werden, ihre Sirenen jetzt endlich aufzurüsten. Ein funktionierende Sirenennetz im Land sollte hier unser Ziel sein“, sagt Limbacher, .

Vorheriger Artikel2,4 Millionen Euro für Luftfilter in saarländischen Schulen
Nächster ArtikelBürgerinformationsveranstaltungen zum Hochwasser- und Starkregenvorsorgekonzept Blieskastel

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Bitte kommentieren sie.
Bitte geben sie ihren Namen ein.