Symbolbild
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Bunte Verpackungen, fruchtige Aromen, ein lässiges Image: E-Zigaretten und kleine Nikotinbeutel erobern unter Jugendlichen rasant Terrain. Zum Weltnichtrauchertag schlägt die saarländische Landesbeauftragte für Sucht und Drogen, Staatssekretärin Bettina Altesleben, deshalb deutlich Alarm. Der Trend zum sogenannten Vapen sei kein harmloses Lifestyle-Phänomen, sondern berge handfeste gesundheitliche Gefahren.

Grundlage ihrer Warnung sind frische Daten aus der Drogenaffinitätsstudie 2025 des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit (BIÖG). Demnach greifen junge Menschen wieder spürbar häufiger zur Zigarette – und vor allem zu den moderneren Varianten. Besonders Mehrweg-E-Zigaretten und Nikotinpouches gewinnen rasch an Beliebtheit. Das BIÖG stuft diese Entwicklung als besonders besorgniserregend ein, weil die niedrigschwelligen Produkte gezielt eine junge Zielgruppe ansprechen.

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Dass Tabakkonsum auch im Saarland alles andere als ein Randthema ist, belegen die Sterbestatistiken eindrücklich. Jeder sechste Mann und jede zehnte Frau stirbt hierzulande an den Folgen des Rauchens. Hinter diesen nüchternen Zahlen verbergen sich Lebensgeschichten, die mit der ersten Zigarette im Teenageralter beginnen – und in vielen Fällen Jahrzehnte später in chronischen Krankheiten münden.

„Die aktuellen Entwicklungen sind ein deutliches Warnsignal“, betont Altesleben. „Nikotinprodukte dürfen nicht zu Lifestyleprodukten für Kinder und Jugendliche werden.“ Gerade bei aromatisierten E-Zigaretten und Nikotinbeuteln würden die Risiken oft heruntergespielt. Das, so die Staatssekretärin, senke die Hemmschwelle für den Einstieg in eine Abhängigkeit, die sich später nur schwer wieder abschütteln lasse. Sie fordert daher ein Zusammenspiel aus konsequenter Aufklärung, klaren gesetzlichen Vorgaben und wirksamen Kontrollen im Jugendschutz.

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Gleichzeitig richtet Altesleben den Blick auf das, was bereits gut funktioniert. „Die meisten Jugendlichen leben glücklicherweise rauchfrei“, sagt sie. Damit das so bleibe, müssten Familien, Schulen, Vereine und Politik gemeinsam Verantwortung übernehmen. Prävention beginne nicht erst mit der ersten Zigarette, sondern weit davor – im Gespräch, im Vorbild, im sozialen Umfeld.

Das Saarland unterstützt daher gezielt Maßnahmen der Suchtprävention und verweist auf die Beratungs- und Unterstützungsangebote des BIÖG. Wer mit dem Rauchen aufhören möchte oder mehr über die Risiken neuer Nikotinprodukte erfahren will, findet umfangreiche Informationen auf der Plattform rauchfrei-info.de. Der Weltnichtrauchertag soll dabei mehr sein als ein symbolisches Datum im Kalender – er soll Anstoß sein, alte Gewohnheiten zu hinterfragen und neue gar nicht erst entstehen zu lassen.

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