Heute ist es wieder so weit. Ab 16 Uhr öffnen Festzelt und Festplatz in Blieskastel-Webenheim – und damit beginnt eines der größten Volksfeste im Saarland in seine neue Runde. Vier Tage lang, von heute bis Montag, dreht sich auf dem Festgelände des Reitervereins Bliestal alles um Landwirtschaft, Musik, Fahrgeschäfte und Gemeinschaft. Dahinter steckt kein kommerzieller Veranstalter, sondern ein Verein – getragen von zahlreichen ehrenamtlich engagierten Menschen, die dieses Fest seit über 100 Jahren am Leben erhalten.
Den offiziellen Auftakt macht heute Abend die Kutschenparade, die sich um 19:30 Uhr vom Paradeplatz in Blieskastel in Richtung Festgelände in Bewegung setzt – einer jener Momente, die das Bauernfest seit Jahrzehnten begleiten und die zeigen, dass hier Tradition nicht nur ein Wort ist. Im Festzelt folgt kurz darauf die Eröffnungsfeier mit Schirmherr Dr. Richard Weber und dem Fassbieranstich. Der Musikverein Breitfurt begleitet den Abend musikalisch bis 23 Uhr.
Der Samstag macht deutlich, warum das Bauernfest seinen Namen verdient. Ab 10 Uhr öffnet der Handwerker- und Bauernmarkt mit Tierschau und Maschinenausstellung – mehr als 60 Stände mit regionalen Produkten, Tieren und Landtechnik aus der Region. Es ist genau diese Verbindung aus Volksfest und landwirtschaftlicher Verwurzelung, die das Webenheimer Fest von anderen Veranstaltungen unterscheidet. Im Festzelt spielen die Zwoa Spitzbuam tagsüber ab 12 Uhr, bevor Sturmfrei ab 19 Uhr übernimmt und das Programm bis 1 Uhr trägt.
Der Sonntag gehört ganz der Landwirtschaft. Von 10 bis 15 Uhr findet die Südwestdeutsche Rinderschau statt, ab 15 Uhr folgt der Tag der Landwirtschaft – eine 100-jährige Zeitreise unter dem Motto „Vom Gras zur Milch!“. Was sich dahinter verbirgt, ist mehr als ein Rückblick: Es ist eine lebendige Auseinandersetzung damit, wie Landwirtschaft war, wie sie heute ist und wohin sie sich entwickelt. Secky’s Schlossmusikanten begleiten den Nachmittag musikalisch ab 11 Uhr, das Festzelt öffnet an diesem Tag bereits um 11 Uhr.
Der Montag beginnt früher als man denkt. Ab 8:00 Uhr findet die Stutenschau statt – für Pferdeliebhaber einer der Höhepunkte des ersten Wochenendes. Ab 11 Uhr folgt der Mittagstisch der Betriebe, ein Programmpunkt, der längst weit mehr ist als eine gemeinsame Mittagspause. Viele Unternehmen, Teams und Kollegen aus der Region nutzen den Termin traditionell für einen Ausflug aufs Fest. Das Festzeltprogramm läuft von 12 bis 17 Uhr, Musik gibt es bis Mitternacht. Nach dem Montag folgt zunächst ein (verdienter) Ruhetag – bevor das Bauernfest am Mittwoch mit Familientag und Schlachtfest in die zweite Runde geht.
Nahezu 60 Fahrgeschäfte und Schausteller warten auf dem Festplatz auf alle, die zwischen den landwirtschaftlichen Programmpunkten den Rummel suchen – Geisterbahn, Breakdancer, Simulator und Autoscooter inklusive. Parkplätze stehen direkt am Gelände gegen eine kleine Gebühr zur Verfügung.

















