Foto: Giusi Faragone
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Persönliche Anekdoten prägten die Sommertour von St. Ingberts Oberbürgermeister Dr. Ulli Meyer. Bei seinem Besuch im Regina Kino verriet der Rathauschef, dass ihn eine ganz besondere Erinnerung mit dem Ort verbindet. „Für mich persönlich haben gerade die Bond-Filme eine ganz besondere Bedeutung, da ich meine Frau Claudia während eines Kinobesuches in einem Bond-Film kennengelernt habe“, erzählte Meyer im Gespräch mit Kino-Betreiber Steffen Becker.

Damit fand eine mittlerweile fest etablierte Aktion ihren Abschluss. Seit Jahren nutzt der Oberbürgermeister die Sommermonate, um die Gewerbetreibenden der Stadt zu besuchen und direkt mit den Inhabern ins Gespräch zu kommen. Begleitet wurde er dabei Anfang Juli von Wirtschaftsförderin Martina Quirin und Nico Ganster, dem Vorsitzenden der Handels- und Gewerbevereinigung. Auf dem Programm standen der Schuh- und Schlüsseldienst Stambene, die Videothek Tape-o-Mania, die Änderungsschneiderei Rafi am Wendlings-Eck sowie das Regina Kino.

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In der lichtdurchfluteten Schneiderei empfing Inhaber Imad Hanan die Gäste gemeinsam mit seiner Ehefrau Rankeen Abdalo und den drei Kindern. Mehrere Nähmaschinen für feine Stoffe, Jeans, Leder oder elastische Materialien stehen dort bereit, ergänzt durch eine spezielle Saum-Maschine. Sichtlich beeindruckt ließ sich Meyer die einzelnen Funktionen erklären. „Ich bin beeindruckt von der Vielschichtigkeit der Näherei, das war mir vorher nicht bewusst“, lobte er die Arbeit des Schneidermeisters und ergänzte, dass Hanan eine Bereicherung für die Stadt sei.

Foto: Giusi Faragone

Der gebürtige Syrer, der bereits als Zehnjähriger in seiner Heimat mit dem Nähen begann, hatte sich seinen Standort genau überlegt. Nach eigener Aussage besuchte er verschiedene saarländische Städte und beobachtete gezielt, wie sich die Menschen kleiden. Anfang 2024 fiel die Entscheidung schließlich auf St. Ingbert – eine Wahl, die er bis heute nicht bereut hat. Sein langjähriges Handwerk erlaubt ihm heute ein breites Spektrum an Änderungsarbeiten und Maßanfertigungen.

Zum Abschluss am 7. Juli führte der Weg ins Regina Kino, wo Meyer sich den Bond-Film „Moonraker – Streng geheim“ ansah. Betreiber Steffen Becker hatte sich mit der Übernahme des Hauses einen Kindheitstraum erfüllt und es zugleich vor der Schließung bewahrt. Der 36-Jährige erklärte, dass es insgesamt 26 Bond-Filme gebe – der Juli-Streifen sei der elfte. Noch bis zum Herbst 2027 läuft jeden Monat am Siebten ein James-Bond-Film, und zwar genau in der Reihenfolge ihrer Veröffentlichung.

Becker versteht sein Kino jedoch nicht nur als Ort der Unterhaltung. Er unterstützt Bildungs- und Filmprojekte, bietet Vorführungen für Kitas und Kindergruppen an und gilt als verlässlicher Partner der Stadt sowie des Bundesfestivals junger Film. Wer möchte, kann seinen Lieblingsfilm nach Absprache auch im Rahmen einer Geburtstagsfeier zeigen lassen. St. Ingberter Vereine profitieren zudem von kostenlosen Vorführungen, mit denen Becker das Ehrenamt würdigen möchte. Ein besonderes Angebot ist das „Seniorenkino“, das an jedem letzten Mittwoch im Monat ausgewählte Filme speziell für ältere Besucher zeigt.

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