Rund ein Jahr nach dem Start ihrer Funkloch-App veröffentlicht die Bundesregierung jetzt konkrete Ergebnisse auf einer interaktiven Karte. Ministerpräsident Hans spricht von einem Schritt in die richtige Richtung und bittet um die Mithilfe der Saarländerinnen und Saarländer bei der Erfassung weiterer Funklöcher. 

Dass Deutschland hinsichtlich des Mobilfunkausbaus noch großen Nachholbedarf hat ist unbestritten. Wo genau die Funklöcher liegen ist schwieriger festzustellen. Während einige Bundesländer – wie auch das Saarland – eigene Initiativen gestartet hatten um die Lage der Funklöcher zu ermitteln, gab es bundesweit lange Zeit keine belastbare Datengrundlage. Mit der Veröffentlichung einer bundesweiten Funklochkarte ändert sich das jetzt. Auf Grundlage von Messungen, die alle Bürgerinnen und Bürger mit einer speziellen App der Bundesnetzagentur selbst durchführen können, liefert sie eine differenzierte Sicht auf bestehende Versorgungsprobleme.

Damit stellt sie nicht nur für den Bund und die Mobilfunk-Netzbetreiber eine wichtige Entscheidungsgrundlage dar mit der sie feststellen können, wo noch Handlungsbedarf besteht. Auch für Verbraucherinnen und Verbraucher bietet sie einen echten Mehrwert: Sie können sich schon vor Vertragsschluss auf der Funklochkarte anschauen welcher Anbieter den eigenen Wohnort und häufige Aufenthaltsorte am besten abdeckt.

Ministerpräsident Tobias Hans sieht die Bundesregierung auf dem richtigen Weg: „Mit der deutschlandweiten Übersicht hat der Bund eine wichtige Grundlage zur Verbesserung der Mobilfunkversorgung geschaffen. Jetzt steht er in der Pflicht zielgenaue Maßnahmen zu entwickeln, um die bestehenden Versorgungsprobleme zu beheben. Als Land werden wir an diesem Prozess konstruktiv mitwirken. Um eine echte Flächendeckung zu erreichen werden aber auch die Mobilfunkanbieter enger zusammenarbeiten müssen. Denn die Karte zeigt ganz deutlich: Alle Anbieter haben noch viele kleinere Versorgungslücken, die von anderen Netzbetreibern bereits versorgt werden.“

Die Funklochkarte des Bundes wird regelmäßig aktualisiert und lebt von der Beteiligung der Be­völkerung. Noch liegen nicht aus allen Regionen genügend Daten vor. Insbesondere kleinere Funk­löcher in dünn besiedelten Gebieten sind teilweise nicht erfasst, weil dort bislang keine Messungen erfolgt sind. „Jeder kann mithelfen die Karte zu vervollständigen. Mit der Funkloch-App der Bundesnetzagentur können Bürgerinnen und Bürger Funklöcher einfach selbst aufspüren und melden. Gerade in weniger gut versorgten Bereichen lohnt sich eine rege Beteiligung um Probleme sichtbar zu machen und damit die Chancen auf einen schnellen Ausbau zu erhöhen“, sagt Ministerpräsident Hans.

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