Foto: SPD Bexbach/Heintz

Die Bexbacher SPD setzt auf Kontinuität an der Spitze: Nicole Herrmann aus Kleinottweiler und Bernd Benner aus Oberbexbach führen den Stadtverband weiterhin als gleichberechtigte Doppelspitze. Bei der Stadtverbandskonferenz am Donnerstag, 11. Juni 2026, im Sportheim des SV Bexbach Auf der Heide sprachen ihnen die Mitglieder einstimmig erneut das Vertrauen aus. Die Versammlung leitete der SPD-Kreisvorsitzende und Chef der saarländischen Staatskanzlei, David Lindemann.

Für Herrmann und Benner ist das geschlossene Votum mehr als ein Schulterklopfen. Sie verstehen es als Auftrag, die Sozialdemokraten am Höcherberg auch in unruhigem politischen Fahrwasser zu bündeln. „Wir bedanken uns herzlich für das einstimmige Vertrauen und sehen dieses Votum als Auftrag, die SPD am Höcherberg weiterhin engagiert und geschlossen nach vorne zu bringen“, erklärten die beiden Vorsitzenden. Politik stehe vor großen Herausforderungen, gerade dann seien Zusammenhalt, Zuhören und Bürgernähe gefragt.

Anzeige

Auch der erweiterte Vorstand stellt sich breit auf. Als Stellvertreter wurden Thomas Gallo aus Bexbach-Mitte, Norbert Schuth aus Niederbexbach und Christian Blauth aus Frankenholz-Höchen gewählt. Torsten Grub bleibt Kassierer, Marco Stadtmüller Schriftführer und Norbert Mertes Organisationsleiter. Den Internet-Auftritt verantwortet weiterhin Michael Hatzlhoffer, die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Jan Hornberger. Lukas Lill zieht als Juso-Vertreter neu ein. Hinzu kommen Joachim Hubach für die Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen, Gunther Draudt für die AG 60plus und Amelie Hettmann für die Arbeitsgemeinschaft für Bildung. Stadtrat Jürgen Pirrung bleibt ebenfalls im Gremium, das durch weitere Vertreter der Ortsvereine komplettiert wird.

Foto: SPD Bexbach/Heintz

Fraktionschef Jan Hornberger nutzte sein Grußwort, um den Blick auf die kommunalpolitischen Baustellen zu lenken. Im Zentrum: das Bexbacher Freibad, das in dieser Saison geschlossen bleibt. Die SPD-Fraktion kritisiert deutlich, dass die nötigen Sanierungsarbeiten nicht unmittelbar nach dem Saisonende 2025 angepackt worden seien. Wertvolle Monate seien verstrichen. Hinzu komme, dass die Öffentlichkeit erst Ende April und damit kurz vor dem üblichen Eröffnungstermin informiert worden sei. Für die Sozialdemokraten ist die Linie klar: Das Freibad müsse so schnell wie möglich wieder ans Netz und langfristig gesichert werden.

Anzeige

Mindestens ebenso kontrovers diskutierten die Genossen die Gewerbeflächenpolitik. Im Gebiet Am Stockwäldchen zwischen Oberbexbach und Frankenholz seien bislang lediglich Garagen und Hallen entstanden, weder Betriebe noch Arbeitsplätze. Diese Erfahrung wirke nach – und sie prägt die Haltung zum geplanten neuen Areal nördlich der Kleinottweilerstraße. Auf mehrfache Nachfragen, so Hornberger, sei kein einziger konkreter Firmenname genannt worden, der sich dort ansiedeln wolle.

Gleichzeitig habe sich bereits eine Bürgerinitiative gegen das Vorhaben formiert. Anwohner würden erheblich belastet, ein großes Waldstück müsste weichen. Diese Argumente, so der Fraktionsvorsitzende, würden andernorts entweder kleingeredet oder ignoriert. Die SPD-Fraktion fordert deshalb ein schlüssiges Konzept und belastbare Zusagen über tatsächlich entstehende Arbeitsplätze. Solange diese Voraussetzungen fehlten, lasse sich der Eingriff in Natur und Nachbarschaft nicht verantworten – grundsätzlich aber bekenne sich die Partei zur Schaffung neuer Gewerbeflächen, wenn die Rahmenbedingungen stimmen.

Anzeige
💬 Was meinst du dazu?Dein Kommentar

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein