An den Zapfsäulen bewegen sich die Preise derzeit in unterschiedliche Richtungen – und für Dieselfahrer sind das keine guten Nachrichten. Während Benzin leicht günstiger geworden ist, klettert der Preis für den Selbstzünderkraftstoff weiter nach oben. Das geht aus der aktuellen Auswertung des ADAC hervor.
Konkret zahlt man für einen Liter Super E10 im bundesweiten Durchschnitt momentan 2,128 Euro. Das sind 1,1 Cent weniger als noch vor einer Woche. Anders sieht es beim Diesel aus: Hier liegt der Literpreis nun bei 2,204 Euro und damit 1,4 Cent höher als in der Vorwoche.
Dabei hätte man eigentlich einen deutlicheren Rückgang erwarten dürfen. Der Preis für Rohöl der Sorte Brent ist binnen einer Woche um rund fünf US-Dollar gefallen, ein Barrel kostet aktuell etwa 79 US-Dollar. Zwar hält der ADAC den Rückgang beim Benzinpreis vor diesem Hintergrund für nachvollziehbar. Doch er falle spürbar geringer aus als angemessen wäre.
Aus Sicht des Mobilitätsclubs bewegt sich Benzin bereits seit mehreren Wochen auf einem zu hohen Niveau. Gemessen an der Entwicklung des Rohölpreises und des Euro-Dollar-Wechselkurses sei das Potenzial für Preissenkungen erheblich größer, als es der aktuelle Rückgang widerspiegelt. Kurz gesagt: An der Tankstelle könnte es deutlich billiger sein.
Beim Diesel zeigt sich unterdessen, dass ein fallender Ölpreis nicht automatisch zu niedrigeren Preisen an der Zapfsäule führt. Bereits zum sechsten Mal in Folge liegt der Dieselpreis in der wöchentlichen Auswertung über dem Vorwochenwert. Der Grund liegt in weiteren Faktoren, die beim Selbstzünderkraftstoff eine Rolle spielen – etwa seine große Bedeutung über den Verkehrssektor hinaus sowie die hohe Abhängigkeit von Importen.
Wer trotz der Lage möglichst günstig tanken möchte, dem rät der ADAC zu einem klaren Zeitfenster: kurz vor 12 Uhr. Zu dieser Tageszeit sind die Spritpreise am niedrigsten, bevor sie um die Mittagszeit stark ansteigen und danach nur langsam wieder abflachen. Bei der Suche nach preiswerten Zapfsäulen hilft die App „ADAC Drive“, mit der sich die aktuellen Preise an mehr als 14.000 deutschen Tankstellen rund um die Uhr vergleichen lassen.





















