Foto: Jürgen Bost
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Wer die wechselvolle Geschichte des Elsass verstehen will, muss die Orte aufsuchen, an denen sie geschrieben wurde. Genau das ermöglicht die Biosphären-Volkshochschule St. Ingbert mit einer Studienfahrt, für die noch Plätze frei sind. Am Samstag, dem 5. September 2026, führt die Tagestour zu einigen der markantesten Wegmarken jenseits der Grenze.

Geleitet wird die Fahrt von Sonja Colling-Bost und Jürgen Bost. Los geht es früh: Von 7:30 bis 20 Uhr ist der Tag durchgetaktet, Treffpunkt ist der Busrendezvous-Platz in St. Ingbert. Anmelden können sich Interessierte online über die Seite der Volkshochschule, telefonisch unter 06894 13-905 oder per E-Mail.

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Erste Station ist das Mémorial Alsace Moselle auf den Höhen des Schirmeck. Kaum ein Ort eignet sich besser, um zu begreifen, was es bedeutet, wenn eine Region viermal die Nationalität wechselt. Die Ausstellung erzählt vom Ringen der Elsässer um ihre Identität und macht zugleich den mühsamen Weg zur deutsch-französischen Versöhnung nachvollziehbar.

Von dort führt die Route hinab in die Rheinebene nach Obernai. Die Stadt gilt als Musterbeispiel einer malerischen Reichsstadt und bietet nach der geschichtlichen Auseinandersetzung des Vormittags einen ganz anderen Eindruck vom Elsass – mit gepflegten Fassaden, engen Gassen und dem Charme einer über Jahrhunderte gewachsenen Handelsstadt.

Den Abschluss bildet ein bewusst gesetzter Kontrast. Im Musée Würth France in Erstein wartet zeitgenössische Kunst auf die Teilnehmer. Das Haus zeigt bedeutende Werke der Gegenwart und schlägt so eine Brücke von der historischen Rückschau hin zu einem lebendigen kulturellen Heute.

Die Kombination aus Erinnerungskultur, historischer Stadtbaukunst und moderner Kunst macht das Programm zu mehr als einer gewöhnlichen Ausflugsfahrt. Wer sich für die Geschichte der deutsch-französischen Nachbarschaft interessiert, findet an diesem Tag gleich mehrere Zugänge zu einem Thema, das die Region bis heute prägt.

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