Foto: Michael Klein/Stadtverwaltung Homburg
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Mehr als zwei Stunden dauerte der Dankgottesdienst, mit dem die Pfarrei Heiliger Johannes XXIII. am vergangenen Sonntagnachmittag ihren langjährigen Seelsorger Pirmin Weber in den Ruhestand verabschiedete. Die Kirche Maria vom Frieden in Homburg-Erbach war bis auf den letzten Platz besetzt, trotz drückender Schwüle. Was sich dort abspielte, hatte Züge eines großen Bahnhofs für einen Geistlichen, der die Region über zwei Jahrzehnte geprägt hat.

Ehe das abschließende „Te Deum“ verklang und über ein Dutzend Konzelebranten – unter ihnen Generalvikar Markus Margin und Dekan Eric Klein – hinter Ministranten und Vertretern der kirchlichen Jugendverbände das Gotteshaus verließen, würdigten ausgewählte Redner das Wirken des Pfarrers. Weber hatte seine Stelle in Homburg im Jahr 2004 angetreten.

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Für die Kreisstadt sprach Oberbürgermeister Michael Forster. „Pirmin Weber war den Menschen mehr als 20 Jahre nicht nur hier in Homburg, sondern schon zuvor in Bad Dürkheim und 14 Jahre in Lautzkirchen-Bierbach zugetan“, erklärte er. Seit seiner Priesterweihe vor 41 Jahren habe Weber Gott und den Menschen in den verschiedenen Pfarrgemeinden gedient, in denen er priesterlich tätig gewesen sei.

Foto: Michael Klein/Stadtverwaltung Homburg

Forster hatte seine sehr persönlich gehaltene Ansprache mit Bezug auf den Namenspatron der Pfarrei unter ein Zitat von Papst Johannes XXIII. gestellt: „Wir sind nicht auf der Erde, um ein Museum zu hüten, sondern um einen Garten zu pflegen, der von blühendem Leben strotzt und der für eine schönere Zukunft bestimmt ist.“ An diesem Tag lasse sich festhalten, so der Verwaltungschef, „dass Pirmin Weber wahrlich keine Museumsstücke verwaltet, sondern mit großer Liebe und Zugewandtheit eben jenen Garten gepflegt und entwickelt hat, der für eine schönere Zukunft bestimmt ist“.

Den Geistlichen, der weiterhin in Homburg wohnen bleiben wird, beschrieb Forster als „verlässliche Konstante“. Im Lauf der Jahre sei Weber innerhalb seiner Gemeinden zu einer festen Größe geworden, zu einem Anlaufpunkt für viele Menschen – eine Rolle, die er künftig so nicht mehr ausfüllen werde, zumindest nicht in der ersten Reihe. Mit Blick auf die Nachfolge formulierte der Oberbürgermeister eine deutliche Erwartung: „Pirmin Weber wird eine große Lücke hinterlassen. Insofern hoffe und wünsche ich, dass es den im Bistum Speyer Verantwortlichen auch in Zeiten größter Umbrüche und kircheninterner Veränderungen gelingen wird, diese Lücke auf Dauer angemessen zu schließen.“

Foto: Michael Klein/Stadtverwaltung Homburg

Als Abschiedsgeschenke überreichte Forster einen Teller der St. Andreas-Kirche sowie den Bürgermeisterwein, den der OB gemeinsam mit seinen Kolleginnen und Kollegen traditionell selbst liest. Zuvor hatten bereits Dekan Eric Klein und für die evangelische Kirchengemeinde Pfarrer Hartmut Haas die Arbeit Webers gewürdigt. Den Schlusspunkt der Danksagungen setzte Pfarreiratsvorsitzender Ansgar Hoffmann.

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Danach ergriff Pirmin Weber selbst das Wort. Er nahm die Kirchenbesucherinnen und Kirchenbesucher mit auf eine Zeitreise durch 41 Jahre priesterlichen Dienstes und suchte – teils sehr persönlich, teils nachdenklich – nach Antworten auf die Frage: „Was mache ich mit den Jahren, die passiert sind?“

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