Mit Erstaunen nimmt die FDP-Saar die Äußerung von Gesundheitsstaatssekretär Kolling zur Kenntnis, der eine zu großzügige Verordnung von medizinischem Cannabis durch saarländische Ärzte anprangert. Wir bezweifeln, dass seine Zivildienstzeit in der Fachklinik St. Hedwig ihm den notwendigen medizinischen Background vermittelt hat, um ihn in die Lage zu versetzen, medizinische Indikationen ohne Kenntnis der individuellen Anamnese zu beurteilen.

Zwar belegt die von ihm genannte Studie, dass im Saarland eine Verordnungsquote von 2,0889 Promille weit über dem Satz von Mecklenburg-Vorpommern liegt, aber er verschweigt, dass insgesamt 11 von 16 Bundesländern zum Teil weit über einem Satz von 1 Promille liegen (Bremen, Bayern und Baden-Württemberg z.B. über 1,5), was die saarländische Zahl insgesamt auch wieder relativiert.

„Die größten Probleme liegen viel mehr in der Bürokratie im Gesundheitswesen und in der noch schwachen Studienlage.“ so der stellvertretende FDP-Landesvorsitzende Tobias Raab.

„Wir fordern daher als erste Schritte einen umfassenden Bürokratieabbau, eine Hinterfragung der Anforderungen an die Verschreibung und eine punktuellere Erforschung in Modellprojekten.“, so Raab weiter. „Erst nachdem Ergebnisse vorliegen, können wir den nächsten Schritt gehen.“

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