Aus einer Veranstaltungshalle soll ein lebendiger Treffpunkt für alle Generationen werden: Die Löstertalhalle im gleichnamigen Waderner Stadtteil wird zu einem Dorfgemeinschaftshaus mit Mehrzweckraum umgebaut. Möglich macht das eine Landesförderung von insgesamt rund 830.000 Euro, deren symbolischen Scheck Staatssekretär Sebastian Thul nun an die Kommune übergab.
Das Geld stammt aus zwei Ministerien. Den Löwenanteil von 600.000 Euro steuert das Umweltministerium bei, weitere 230.769 Euro kommen vom Innenministerium. Damit lässt sich ein Großteil der Umbaukosten stemmen, die sich auf gut 1,2 Millionen Euro belaufen.
Für Thul zahlt sich das Vorhaben weit über die reine Bausubstanz hinaus aus. „Einrichtungen wie diese stärken die Gemeinschaft und eröffnen Möglichkeiten für generationenübergreifende Begegnungen“, sagte er bei der Übergabe. Die neue Nutzung werte das Löstertal als Wohnort auf und schaffe zugleich Raum für Veranstaltungen. Ziel sei es, Bestehendes sinnvoll weiterzuentwickeln und einen „lebendigen Treffpunkt für Vereine, Familien und die gesamte Dorfgemeinschaft“ zu schaffen.
Ähnlich argumentiert Innenminister Reinhold Jost. Lebendige Dörfer bräuchten Orte, an denen Menschen zusammenkommen könnten, betont er. Mit der Weiterentwicklung der Halle werde nicht nur das Vereinsleben gestärkt, sondern auch die kulturelle Landschaft und der gesellschaftliche Zusammenhalt vor Ort. Entstehen soll so ein moderner Anlaufpunkt für Jung und Alt gleichermaßen.
Ein genauerer Blick auf die Finanzierung zeigt, wie sich die Summe zusammensetzt. Von den 600.000 Euro des Umweltministeriums stammen 258.000 Euro aus EU-Mitteln, die übrigen 342.000 Euro aus einer Bedarfszuweisung. Die europäischen Gelder fließen aus dem Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raumes, kurz ELER. Hinzu kommt die Bedarfszuweisung des Innenministeriums.
Die Stadt Wadern trägt die Maßnahme nicht allein auf fremden Schultern: Einen Eigenanteil von rund 391.000 Euro bringt die Kommune selbst auf. Zusammengerechnet summieren sich die zuwendungsfähigen Kosten damit auf etwas mehr als 1,22 Millionen Euro – eine Investition, die den ländlichen Raum gezielt stärken soll.




















