Bürgermeisterin Nadine Backes, der ehemalige Geschäftsführer Wilfried Simon, Sven Gatz, Geschäftsführer Lidl, Ministerpräsidentin Anke Rehlinger, Oberbürgermeister Dr. Ulli Meyer, Markus Schmitt, Beigeordneter für Stadtentwicklung, und Maximilian Raber, Mitglied des Landtages, bei der feierlichen Eröffnung des neuen Verwaltungs- und Logistikzentrums in St. Ingbert (v.l.n.r.). Bild: Giusi Faragone.
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Ungefähr so groß wie fünf Fußballplätze  ist das neue Verwaltungs- und Logistikzentrum des Lebensmitteleinzelhändlers Lidl, das auf dem Kléber-Industriegelände in St. Ingbert erbaut wurde und eine Fläche von 49.200 Quadratmeter umfasst.

Es wird zum einen die Verwaltung aller Filialen und Mitarbeiter der Lidl-Regionalgesellschaft Friedrichsthal  beherbergen. Zum anderen werden ab Januar 62 Filialen des Saarlandes und den angrenzenden rheinland-pfälzischen Gebieten bis nach Trier mit Lebensmitteln und Waren beliefert. Ab März 2023 kommen 14 weitere Lidl-Filialen hinzu .

Die Produkte lagern in gelben Regalen, die  circa  20 Meter hoch und 100 Meter lang sind. Für die Bewirtschaftung des Standortes sind viele fleißige Hände und Köpfe nötig: Ab dem nächsten Jahr werden etwa 300 Mitarbeiter hier tätig sein. Da die Kapazität des Standortes auf einen geplanten Ausbau auf 120 Filialen ausgelegt ist, werden in Zukunft bis zu 400 Mitarbeiter in der Regionalgesellschaft in 15 unterschiedlichen Berufsfeldern arbeiten. „Die Bewerbungen laufen bereits und wir freuen uns, wenn noch mehr Menschen Interesse an uns als Arbeitgeber haben“, sagt Geschäftsführer Sven Gatz.

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Beim Bau des Verwaltungs- und Logistikzentrums wurde zudem auf eine hochwertige Arbeitsplatzausstattung mit viel Tageslicht und auf eine nachhaltige Bauweise geachtet:  Auf dem Parkplatz  stehen 23 Ladesäulen für E-Autos der Mitarbeiter zur Verfügung. „Wir haben einen bereits erschlossenen Standort genutzt, sodass keine Flächen neu versiegelt werden mussten. Unsere Heizsysteme arbeiten ohne fossile Brennstoffe, sondern nutzen die Abwärme der Kühlsysteme. Auf dem Dach des Gebäudes sind rund 4.000 Photovoltaik-Paneelen installiert, die 1,3 Millionen kWh produzieren und damit fast 50 Prozent des Strombedarfs am Standort abdecken“, erzählt der ehemalige Geschäftsführer Wilfried Simon. Gleichzeitig kommt in der gesamten Immobilie ausschließlich LED-Beleuchtung zum Einsatz.  Rund um das Gebäude ist darüber hinaus eine Blühwiese auf einer Fläche von 6.000 Quadratmetern angelegt worden – ein natürlicher Ort für Fauna und Flora.

Zur Eröffnungsfeier des neuen Verwaltungs- und Logistikzentrums kam Ministerpräsidentin Anke Rehlinger. Sie unterstrich, dass Lidl mit dem neuen Standort einen wichtigen Beitrag zum Strukturwandel im Saarland geleistet habe: „Als Autoland müssen wir Standorte und Arbeitsplätze erhalten und neue schaffen, aber wir müssen auch neue Branchen unterstützen. Ich freue mich, dass Sie sich als Unternehmen für das Saarland und St. Ingbert entschieden haben.“ Neben den guten Standortbedingungen hätten auch Oberbürgermeister Dr. Ulli Meyer und sein Team in der Stadtverwaltung nicht nur dieses, sondern auch weitere Leuchtturmprojekte nach allen Kräften unterstützt. „Als kleines Bundesland mit kurzen Wegen und enger Zusammenarbeit krempeln wir die Ärmel hoch und machen vieles möglich. Die neue Ansiedlung von Lidl in St. Ingbert ist ein hervorragendes Beispiel dafür“, lobte sie.

Oberbürgermeister Dr. Ulli Meyer begrüßte den Lebensmitteleinzelhändler Lidl mit allen Mitarbeitern herzlich in St. Ingbert. Als Geschenk hatte er einen Druck des St. Ingberter Malers Albert Weisgerber mitgebracht, den „Jahrmarkt in St. Ingbert“. „So hat Weisgerber das Geschäftsleben vor etwa 120 Jahren festgehalten – wie man heute hier sehen kann, hat sich einiges verändert. Ich freue mich, dass Lidl hier nicht nur Arbeitsplätze schaffen und für Ihre Mitarbeiter sorgen, sondern sich auch für die Menschen in St. Ingbert verantwortlich fühlen“, erklärt er. Die Geschäftsführer Wilfried Simon und Sven Gatz hatten in den vergangenen Wochen zugesagt, in einer Großschadenslage die Versorgung der Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr mit Lebensmittel zu gewährleisten.

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