Wenige Stunden vor dem amerikanischen Nationalfeiertag wird Homburg zum Schauplatz eines besonderen Spaziergangs durch die transatlantische Geschichte. Am Freitag, 3. Juli, lädt das Deutsch-Amerikanische Institut (DAI) Saarland gemeinsam mit dem Saarpfalz-Kreis dazu ein, die deutsch-amerikanischen Beziehungen aus regionaler Perspektive zu beleuchten. Der Themenrundgang trägt den Titel „Schwarz-Rot-Gold und Stars and Stripes – 250 Jahre deutsch-amerikanische Beziehungen zwischen Saar und Pfalz“ und bildet das saarpfälzische Echo auf ein historisches Jubiläum.

Denn die Vereinigten Staaten werden in diesem Jahr 250 Jahre alt. Mit der Unterzeichnung der Unabhängigkeitserklärung am 4. Juli 1776 begann die Geschichte einer Nation, die heute weltweit unter dem Banner „America250“ ihren Geburtstag begeht. Für die Veranstalter ist dieses Datum jedoch mehr als ein amerikanischer Festakt: Es markiert zugleich den Beginn einer wechselvollen, bis heute prägenden Beziehung zwischen Deutschland und den USA.

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Gerade zwischen Saar und Pfalz lassen sich die Spuren dieser zweieinhalb Jahrhunderte erstaunlich dicht nachzeichnen. Der Rundgang verbindet historische Streiflichter mit Verweisen auf die unmittelbare Gegenwart. Im Mittelpunkt steht dabei auch die enge Verbindung des Saarpfalz-Kreises mit Henrico County in Virginia, deren Grundstein 1996 gelegt wurde und die seit 1997 als offizielle Partnerschaft besteht.

Landrat Frank John sieht in dem Jubiläum eine Einladung zum doppelten Rückblick. „America250 ist ein guter Anlass, um unseren Freundinnen und Freunden in den USA zu gratulieren und zugleich an 250 Jahre gemeinsame Geschichte und vielfältige Beziehungen zu erinnern“, betont er. Aus Virginia kommt ein ebenso herzlicher Gruß: „Auch wenn uns tausende Kilometer trennen, bleibt der Saarpfalz-Kreis in unseren Herzen“, versichert Henrico County Manager John A. Vithoulkas. Bemerkenswerter Zufall: Auch jenseits des Atlantiks beginnen die offiziellen Feierlichkeiten zum 250. Geburtstag der USA am 3. Juli.

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Der Spaziergang in Homburg startet um 16 Uhr am „Freiheitsbrunnen“ an der Ecke Eisenbahnstraße und Am Rondell. Auf rund zweieinhalb Stunden legen die Teilnehmenden eine Route an, die historische Bezüge mit lebendigen Symbolen heutiger Freundschaft verknüpft. Gegen 17:45 Uhr endet der Rundgang am Mannlich-Gymnasium in der Hiltebrandstraße – und zwar an einem Ort, der die Partnerschaft greifbar macht.

Dort steht die „WoodenWave“, jene markante Holzskulptur, die im Rahmen eines deutsch-amerikanischen Schulprojekts gemeinsam mit dem Bildhauer Martin Steinert entstanden ist. Sie versteht sich als sichtbares Symbol für das Partnerschaftsjubiläum zwischen Saarpfalz-Kreis und Henrico County. Der Künstler selbst wird bei Ankunft der Gruppe vor Ort sein und für Gespräche zur Verfügung stehen.

Möglich wird der Dialogrundgang durch die Unterstützung des Deutsch-Amerikanischen Instituts Saarland sowie durch Mittel des Auswärtigen Amtes der Bundesrepublik Deutschland und der Botschaft der Vereinigten Staaten von Amerika. Die Teilnahme ist kostenfrei, eine vorherige Anmeldung nicht erforderlich. Wer Interesse an einem etwas anderen Blick auf die Beziehungen zwischen Saar, Pfalz und Atlantik hat, kann am Vorabend des Independence Day einfach vorbeikommen.

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