Das neugebaute Seniorenzentrum Ecke Poststraße/Bahnhofstraße in Bexbach - Bild: Rosemarie Kappler

Mitte April richtet die Menetatis GmbH mit Sitz in Bergheim bei Köln auf dem Aloys-Nesseler-Platz in Bexbach hinter ihrem neugebauten Seniorenzentrum Ecke Poststraße/Bahnhofstraße ein Infobüro ein.

Dort werden Mitarbeiter nach Terminvereinbarung Interessenten alle Fragen rund um das Seniorenzentrum beantworten, „egal ob es die vollstationäre Pflege, das betreute Wohnen oder die Tagespflege betrifft“, sagt Sandra Leps, die bei dem deutschlandweit agierenden familiengeführten Pflegeanbieter als Managerin zustänidig ist für den Pre-Opening Bereich. Im Büro können sich dann auch Menschen bewerben, die an einer Mitarbeit im Menetatis Seniorenzentrum interessiert sind.

Das fünfgeschossige Seniorenzentrum umfasst insgesamt 98 Pflegeeinzelapartements sowie sieben betreute Wohnungen, es verfügt über ein großzügiges Angebot an Wohn- und Aufenthaltsräumen und bietet ein an den besonderen Bedürfnissen dementiell erkrankter Bewohner orientiertes Raum- und Pflegekonzept an. Die Pflegeplätze stehen für Bewohnerinnen und Bewohner aller Pflegegrade zur Verfügung. Mit der „Batschelstub“ wird ergänzend eine Tagespflegeeinrichtung integriert, die 17 Plätze verfügbar macht. „Wir liegen vollkommen im Zeitplan“ freut sich Leps.

Am 1. Juni werde das Seniorenzentrum eröffnet. Vor den Augen der Bexbacher ist das nun Ortsbild prägende Gebäude binnen von knapp zwei Jahren entstanden. An die über 15 Jahre leerstehende alte Post erinnert rein gar nichts mehr. Unter Bürgermeister Thomas Leis (SPD) hatte der Stadtrat vor wenigen Jahren einem Bebauungsplan zugestimmt, der die Nutzung des Postareales ausschließlich für medizinische und pflegerische Bauvorhaben möglich machte. Die frühere WI-ImmoGroup hatte danach rechtzeitig reagiert und hatte die Stadtverwaltung mit ihrem Konzept eine Seniorenzentrums überzeugt. Für den auf Pflegeimmobilien spezialisierten Anbieter war die zentrale Lage gegenüber dem Bahnhof, die Versorgungsstruktur, die Verkehrsanbindung und natürlich die Nähe zum Biosphärenreservat ausschlaggebend für die Standortwahl.

Als Mitte 2019 die Abrissarbeiten auf dem Postgelände begannen, da fusionierte die WI-ImmoGroup gerade mit der Wirtschaftshaus-Gruppe zur neuen Carestone GmbH. Die hat nun ganze Arbeit geleistet. Ein Blick auf die Internetseite des Unternehmens zeigt: Sämtliche 98 Apartments der Bexbacher Immobilie sind verkauft. Zwischen 182.000 und 191.000 Euro haben die Käufer für die bis 58 Quadratmeter großen Wohneinheiten bezahlt. Carestone hatte mit Renditen bis zu 3,7 Prozent geworben. Zur Sicherung eines modernen Pflegebetriebes kooperiert Carestone mit der 2016 gegründeten Menetatis GmbH. Bereits acht solcher gemeinsamer Projekte haben Carestone und Menetatis auf den Weg gebracht. Unter dem Stichwort „Die Pflegeimmobilie als Renditeobjekt“ besetzen die Kooperationspartner einen Bereich, der noch vor wenigen Jahren zumeist großen Fondsgesellschaften, Banken und Versicherungen vorbehalten war, die in komplette Pflegeeinrichtungen investierten.

Carestone setzt hingegen auf Privatanleger und teilt die gebauten Objekte in Teileigentum auf, so wie es üblicherweise am Wohnungsmarkt Praxis ist. Die Kunden erwerben ein Pflegeappartment mit grundbuchlicher Absicherung, informiert Carestone. Menetatis kümmert sich um die Belegung, den Pflegebetrieb und um den Zustand der Immobilie. Der Betreiber der Pflegeimmobilie ist außerdem zu großen Teilen selbst für die Instandhaltung im Gebäude verantwortlich, organisiert darüber hinaus die Abführung der Nebenkosten wie Strom, Gas sowie Wasser und natürlich auch die Vermietung des Apartments. Sogenannte „Schönheitsreparaturen“ und die regelmäßige Erstellung von Nebenkostenabrechnungen entfallen somit für den eigentlichen Immobilienbesitzer, was den administrativen Aufwand entscheidend verringert. Auch das ein Vorteil, der für die „Pflegeimmobilie als Renditeobjekt“ spricht, wirbt Carestone.

Ab Eröffnung des Seniorenzentrums zur Jahresmitte wird hier ein vielfältiges Unterhaltungs- und Beschäftigungsangebot für die Bewohner gemacht. Zum Verweilen lädt eine gepflegte Außenanlage mit breiten Wegen und Demenzgarten ein. Die hauseigene Großküche bietet hochwertige und abwechslungsreiche Kost, Sonderkost nach Absprache, Diätessen und Catering an. Als Service werden hauswirtschaftliche und haustechnische Leistungen angeboten, Fußpflege, Wäscherei, Friseur und Bistro-Café. Ein Andachtsraum steht in dem neuen Gebäude ebenfalls zur Verfügung.

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