Fünf Jahre nach ihrem Start zieht die Koordinierungsstelle für die Pflegeausbildung im Saarland eine positive Bilanz. Was am 1. Juni 2021 unter dem Dach der GFP gGmbH als bundesfinanziertes Vorhaben begann, hat sich inzwischen zu einer festen Größe in der saarländischen Bildungslandschaft entwickelt – und wird mittlerweile vollständig vom Land getragen.
Die Aufgabe der Stelle ist anspruchsvoll, aber klar umrissen: Sie versteht sich als neutrale Anlaufstelle für alle, die mit der generalistischen Pflegeausbildung und der Pflegeassistenzausbildung zu tun haben. Vernetzung, Beratung und Information bilden dabei die drei Säulen ihrer täglichen Arbeit. Über die Jahre haben sich regelmäßige Austauschformate etabliert, die Träger, Schulen und Behörden an einen Tisch bringen.
Ein gemeinsames Ziel verbindet die Beteiligten: Die Pflegeausbildung im Saarland soll kontinuierlich weiterentwickelt und langfristig gestärkt werden. Angesichts des wachsenden Fachkräftebedarfs in der Branche ist dieser Auftrag von erheblicher Bedeutung – nicht nur für die Auszubildenden selbst, sondern auch für die pflegerische Versorgung im gesamten Bundesland.
Seit August 2025 hat die Koordinierungsstelle zudem eine zusätzliche Funktion übernommen. Bei ihr ist nun die Geschäftsstelle der Ombudsstelle für die Pflegeausbildung im Saarland angesiedelt. Damit erhalten Auszubildende eine konkrete Adresse, an die sie sich wenden können, wenn es im Verhältnis zum Träger der praktischen Ausbildung zu Konflikten kommt. Die Beratung erfolgt neutral und unabhängig – ein wichtiger Baustein, um Probleme frühzeitig zu klären und Ausbildungsabbrüche zu vermeiden.
Auch digital ist die Stelle erreichbar: Über die Webseite www.pflegeausbildung-saar.com bündelt sie aktuelle Entwicklungen, Veranstaltungstermine und Neuerungen rund um die Ausbildungswege. Träger der praktischen Ausbildung finden dort grundlegende Informationen sowie Hinweise auf Unterstützungsangebote, die ihnen den organisatorischen Alltag erleichtern sollen.
Zum Jubiläum richten Elisabeth Heim und Tanja Schönenberger-Trageser, die Mitarbeiterinnen der Koordinierungsstelle, ihren Dank an die zahlreichen Partner der vergangenen Jahre. Genannt werden die Träger der praktischen Ausbildung ebenso wie die Pflegeschulen, das Ministerium für Arbeit, Soziales, Frauen und Gesundheit (MASFG), das Landesamt für Soziales und das Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben (BAFzA). Auch die Kolleginnen und Kollegen aus anderen Bundesländern sowie die engagierten Fachkräfte und Praxisanleitenden vor Ort werden ausdrücklich eingeschlossen.
Für die kommenden Jahre formuliert die Koordinierungsstelle ein klares Versprechen: Gemeinsam mit den Partnern wolle man die Pflegeausbildung im Saarland zukunftsfähig gestalten. Die Botschaft zum fünfjährigen Bestehen ist damit weniger ein Rückblick auf das Erreichte als vielmehr ein Ausblick auf die Aufgaben, die in einem sich wandelnden Gesundheitswesen noch vor allen Beteiligten liegen.

















