Das Saarland soll ein landesweit einheitliches Radwegenetz bekommen, das Pendler und Freizeitradler gleichermaßen zuverlässig ans Ziel bringt. Grundlage dafür ist der Radverkehrsplan Saarland 2025, den Sebastian Schmitt, verkehrspolitischer Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, als Meilenstein für die Infrastruktur im Land bezeichnet. „Mit dem Radverkehrsplan Saarland 2025 liegt erstmals die Grundlage für ein landesweit einheitliches Radverkehrsnetz vor, das touristische Routen und Alltagsradverkehr systematisch miteinander verknüpft“, erklärte Schmitt in einer aktuellen Stellungnahme zur Debatte um die künftige Radwegebeschilderung.
Der Plan war bereits beim Fahrradgipfel am 20. November 2025 der Öffentlichkeit präsentiert worden. Er sieht vor, etablierte touristische Strecken wie das SaarRadLand in ein übergreifendes Netz einzubetten und gleichzeitig den Alltagsradverkehr deutlich aufzuwerten. Wer morgens mit dem Rad zur Arbeit fährt, zur Schule radelt oder den nächsten Bahnhof ansteuert, soll sich künftig auf eine durchgängige, nachvollziehbare Wegweisung verlassen können – auch über Gemeindegrenzen und sogar über die Landesgrenze hinweg.
Schmitt wandte sich dabei gegen eine Verengung der Diskussion auf einzelne Schilder und deren Gestaltung. „Eine moderne Radverkehrsplanung muss dort Orientierung schaffen, wo Menschen im Alltag unterwegs sind“, betonte er. Dass die neue Beschilderung bundesweit geltende Standards berücksichtige, sei nur konsequent. Wer die Debatte auf Details der Schilderoptik reduziere, verkenne die eigentliche Tragweite des Vorhabens für das gesamte saarländische Radwegenetz.
Die SPD-Landtagsfraktion will das Thema nun auch parlamentarisch vorantreiben. Für die Sitzung des Verkehrsausschusses am 8. Mai hat sie den Radverkehrsplan auf die Tagesordnung setzen lassen. Dort sollen konkrete Fragen zu Kosten, Umsetzungsschritten und dem geplanten Zeitrahmen geklärt werden. Schmitt sieht den Ausschuss als den richtigen Ort, um offene Punkte sachlich zu bearbeiten, statt die Debatte auf öffentlichen Nebenschauplätzen zu führen.
Mit Blick auf die nächsten Schritte forderte der verkehrspolitische Sprecher mehr Tempo beim Ausbau der Radinfrastruktur. „Entscheidend ist, dass das Saarland beim Radverkehr vorankommt: mit mehr Tempo beim Ausbau, klaren Prioritäten und einem Netz, das im Alltag funktioniert“, sagte Schmitt. Ob der Radverkehrsplan diesen Anspruch tatsächlich einlösen kann, dürfte sich spätestens zeigen, wenn im Verkehrsausschuss die konkreten Zahlen auf dem Tisch liegen und die Landesregierung darlegt, wie schnell und mit welchem Budget die Umsetzung vorangetrieben werden soll.




















