Symbolbild
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Er lebt im Verborgenen, jagt nachts und galt im Saarland lange als verschwunden: Der Fischotter kehrt zurück. Ab dem 11. Mai widmet sich eine Wanderausstellung des BUND Saar im Kuppelsaal des St. Ingberter Rathauses genau diesem Phänomen. Unter dem Titel „Willkommen im Saarland – Die Rückkehr des Fischotters“ beleuchtet die Schau, warum das scheue Tier ein Gradmesser für die Gesundheit unserer Gewässer ist.

Die Volkshochschule St. Ingbert eröffnet die Ausstellung am Sonntagabend um 18 Uhr mit einem Vortrag von Hardy Welker. Der Naturschützer ordnet ein, was die Rückkehr des Fischotters für die Region bedeutet – und welche Bedingungen das Tier braucht, um dauerhaft heimisch zu werden. Intakte, fischreiche Flüsse und extensiv bewirtschaftete Teichlandschaften stehen dabei im Mittelpunkt. Was dem Otter nützt, kommt letztlich auch dem Menschen zugute: saubere Gewässer, naturnahe Ufer und eine vielfältige Landschaft.

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Dass der Fischotter überhaupt wieder saarländische Flüsse und Auen besiedelt, gleicht einer stillen Sensation. Vor rund 120.000 Jahren war er hier bereits zu Hause, doch Jagd, Lebensraumverlust und verschmutzte Gewässer drängten ihn über Jahrhunderte zurück. Nun kehrt er allmählich wieder, ein Zeichen dafür, dass Renaturierungsmaßnahmen und ein bewussterer Umgang mit der Natur Wirkung zeigen. Der BUND wirbt in diesem Zusammenhang dafür, Uferrandstreifen zu erhalten und die Belastung bestehender Gewässer weiter zu senken.

Die Ausstellung ist vom 11. bis 22. Mai während der regulären Öffnungszeiten des Rathauses frei zugänglich. Wer also ohnehin einen Behördengang erledigt, kann sich auf dem Weg durch den Kuppelsaal über die Lebensweise des nachtaktiven Wassermarders informieren. Für Schulklassen gibt es ein besonderes Angebot: Nach vorheriger Anmeldung über die VHS St. Ingbert führen Fachleute in 45 bis 60 Minuten durch die Schau und erklären kindgerecht, wie der Fischotter lebt, jagt und warum sein Schutz so wichtig ist.

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Interessierte Lehrkräfte können ihre Klassen direkt über die Website der VHS unter www.vhs-igb.de anmelden. Die Kombination aus wissenschaftlich fundierter Ausstellung und lebendigem Vortrag macht den Besuch sowohl für Erwachsene als auch für junge Naturentdecker lohnenswert. St. Ingbert setzt damit ein Zeichen: Die Rückkehr des Fischotters ist nicht nur eine biologische Erfolgsgeschichte, sondern auch ein Auftrag, den eingeschlagenen Weg beim Gewässerschutz konsequent weiterzugehen.

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