Mehr als 35 Millionen Euro fließen in diesem Jahr in die Sanierung und Modernisierung bedeutender Kulturstätten quer durch Deutschland. Staatsminister für Kultur und Medien Wolfram Weimer gab die Förderzusagen am Montag bei einem Empfang im Bundeskanzleramt bekannt. Die Mittel stammen aus dem parlamentarisch initiierten Förderverfahren „KulturInvest“, mit dem die Bundesregierung gezielt in kulturelle Einrichtungen und Denkmäler von nationaler Bedeutung investiert.
Sieben Projekte profitieren von der aktuellen Förderrunde, und sie spiegeln die Bandbreite der deutschen Kulturlandschaft wider. In Hamburg steht die Neugestaltung der Dauerausstellung und die bauliche Modernisierung des Museums für Hamburgische Geschichte an. Das Museum Cloppenburg in Niedersachsen erhält Mittel für eine denkmalgerechte Sanierung und Substanzerhaltung. In Mecklenburg-Vorpommern zieht das Otto-Lilienthal-Museum in die Nikolaikirche Anklam um und bekommt eine komplett neue Dauerausstellung.
Auch in der Hauptstadt wird investiert: Der Glockenturm der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche in Berlin soll saniert werden. In Leipzig fördert der Bund die Sanierung und Modernisierung des Hauses der Festivals sowie den Ausbau der Schaubühne Lindenfels. Das Alte Kasino im hessischen Melsungen wird saniert und durch einen Erweiterungsneubau ergänzt, während in Regensburg die denkmalgeschützte Anlage des OIKOS Katharinenspitals instand gesetzt wird.
Weimer ordnete die Förderentscheidungen bei dem Empfang in einen größeren Zusammenhang ein. „Die Projekte zeigen die Vielfalt der deutschen Kulturlandschaft. Sie alle zeichnen sich durch ihre ganz eigene regionale Besonderheit aus. Und doch bilden alle zusammen ein großes Ganzes. Sie sind die Bausteine, aus denen unsere kulturellen Identitäten entstehen“, sagte der Staatsminister. Er betonte zudem die generationenübergreifende Wirkung solcher Orte: „Kulturbauten sind die Klammer um Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft unserer Kulturnation. Über Generationen hinweg laden sie ein zur Begegnung und zum Dialog über Werte, Erinnerungen und gemeinsame Erfahrungen.“ Seinen besonderen Dank richtete Weimer an den Deutschen Bundestag für die Bereitstellung der Haushaltsmittel.
Die aktuelle Förderrunde reiht sich in ein mittlerweile beachtliches Gesamtvolumen ein. Seit Bestehen des Programms „KulturInvest“ hat der Bund über 200 Maßnahmen mit knapp einer Milliarde Euro aus dem Kulturhaushalt bewilligt. Die Initiative verfolgt das Ziel, Orte zu stärken, die das kulturelle Erbe des Landes bewahren und zugleich als lebendige Begegnungsräume dienen. Ob historisches Museum, Industriedenkmal oder Festivalhaus – die geförderten Projekte verbindet, dass sie weit über ihre jeweilige Region hinaus Strahlkraft entfalten und zugleich tief in der lokalen Identität verwurzelt sind.




















