Bild: Bill Titze

Zum Start seiner diesjährigen Sommertour kam Ministerpräsident Tobias Hans zum Burgsommer nach Kirkel. Die anwesenden Kinder beäugten den hohen Gast mit Erstaunen. Doch nicht nur die Kleinen waren an diesem Morgen überrascht, was es auf der Kirkeler Burg alles zu sehen gibt.

„Gehabt euch wohl!“. Den korrekten mittelalterlichen Sprachgebrauch hatte Ministerpräsident Hans am Ende seiner einstündigen Tour auf der Kirkeler Burg schonmal im Griff. Kein Wunder, schließlich war der Ritter, den er so grüßte, keineswegs die erste Person, die ihm in mittelalterlicher Tracht entgegentrat. Burgsommer heißt nämlich, dass allerhand Menschen unterwegs sind, die etwas über die längst vergangene Zeit erzählen können.

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Adressaten sind jedoch normalerweise Kinder, die mit ihren Schulklassen zu Besuch kommen. 4000 werden es in diesem Jahr sein – 1500 weniger, als in „normalen“ Zeiten. „Wir waren schon im Oktober letzten Jahres ausgebucht“, erzählte Dominik Hochlenert, der Vorsitzende des Heimat- und Verkehrsvereins Kirkel dem sichtlich beeindruckten Ministerpräsidenten. Insgesamt dürften pro Tag sieben Klassen die Burg besuchen, die durch einen Zeitplan und Zelte strikt voneinander getrennt werden.

Dort können sie sich an insgesamt fünf Gewerken ausprobieren, darunter Töpfern oder Kerzenziehen. Dazu kommt noch das Bogenschießen, das auch von Hans begutachtet wurde. „Bevor ich mich hier blamiere, schaue ich mir das erstmal an“, war der 43-Jährige zurückhaltend, was den Selbstversuch angeht. Später versuchte er es dann doch mal. Vielleicht ein gutes Omen? „Die letzte Ministerpräsidentin, die sich hier beim Bogenschießen versucht hat, war Frau Kramp-Karrenbauer. Und die ist heute Verteidigungsministerin“, wusste Hochlenert zu berichten.

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Zuvor hatten die Kinder „ihrem“ Ministerpräsidenten vorgemacht, wie man richtig mit dem Bogen umgeht. Tatsächlich kommen nämlich die meisten Klassen aus der Umgebung. „Es sind zwar auch welche aus der Pfalz dabei, aber der Großteil der Kinder kommt aus dem Saarland“, erläuterte Hochlenert. Und die waren fleißig am Werkeln und ließen sich durch den Ministerpräsidenten bei ihren Tätigkeiten nicht aus der Ruhe bringen.

Ähnlich wie Hans gegen Ende der Tour, als ein Höhepunkt, oder besser Tiefpunkt, des Ausflugs wartete. Denn der Burgbrunnen, der gerade wiederhergestellt wird, ist wohl rund 60 Meter tief, wie Archäologin Dr. Christel Bernard dem erstaunten Hans erklärte. „Wir legen jedes Jahr ungefähr sieben Meter frei und sind dann wohl in fünf Jahren fertig.“ Der tiefe Schlund schreckte Hans nicht ab und so stellte er sich auf die Gitterplattform, die über dem Brunnen angebracht ist. „Da muss man aber schon Vertrauen haben“, bemerkte er schmunzelnd.

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Nicht nur aufgrund der Arbeiten rund um den Brunnen hatte der Ministerpräsident viel Lob für die Menschen vor Ort mitgebracht, „Es ist toll, wie sich hier bemüht wird, unter Coronabedingungen ein solches Programm für die Kinder auf die Beine zu stellen.“ Durch so etwas lernten die Kleinen am besten über vergangene Zeiten. Aber nicht nur die erfuhren an diesem Tag einige interessante Dinge über die Welt des Mittelalters.

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