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Ohne zugewanderte Arbeitskräfte hätte das Saarland im vergangenen Jahr einen weit schmerzhafteren Einbruch bei der Beschäftigung erlebt. Zu diesem Schluss kommt die Arbeitskammer in ihrem neuen Bericht an die Landesregierung, der vor wenigen Tagen übergeben wurde. Die Botschaft ist eindeutig: Menschen, die ins Land gekommen sind, halten den Arbeitsmarkt stabil, sichern Fachkräfte und stützen die sozialen Kassen.

Besonders deutlich wird das beim Blick auf die nackten Zahlen. Innerhalb eines Jahres schrumpfte die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten mit deutschem Pass um mehr als 5.000 Personen. Gleichzeitig legte die Zahl ausländischer Beschäftigter um rund 2.200 zu. Ohne diesen Zuwachs wäre die Lücke auf dem Arbeitsmarkt spürbar tiefer ausgefallen.

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Für Christian Umlauf, den stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden der Arbeitskammer, sind das keine Randnotizen, sondern zentrale Signale. „Zugewanderte Menschen leisten einen unverzichtbaren Beitrag zur Fachkräftesicherung, zur wirtschaftlichen Entwicklung und zur Finanzierung unserer sozialen Sicherungssysteme“, betont er. Der demografische Wandel, so seine Überzeugung, lasse sich durch gelungene Integration spürbar abfedern.

Interessant ist auch, wer diesen Beschäftigungszuwachs trägt. Nahezu die Hälfte geht auf Menschen aus Asylherkunftsländern zurück, die andere Hälfte auf Geflüchtete aus der Ukraine. Parallel dazu sank die Arbeitslosigkeit unter ausländischen Staatsangehörigen, und auch die Zahl der erwerbsfähigen Leistungsberechtigten ging deutlich zurück – gerade in diesen beiden Gruppen.

Diese Fortschritte kommen aus Sicht der Arbeitskammer nicht von ungefähr. Einen wesentlichen Anteil daran hätten die Jobcenter und die Förderlogik des Bürgergeldsystems. Sprachkurse, Beratung, Qualifizierung und eine kontinuierliche Begleitung hätten vielen Geflüchteten geholfen, schneller in Arbeit zu kommen. Bestätigung findet die Analyse in einer aktuellen Studie der Bertelsmann Stiftung, die zu ähnlichen Ergebnissen kommt und zugleich anmahnt, weiter in Sprachförderung und die Anerkennung ausländischer Abschlüsse zu investieren.

Genau hier setzt Umlauf einen deutlichen Appell. „Wer heute in Sprache, Qualifizierung und Integration investiert, investiert in die Zukunft des Saarlandes“, sagt er. Funktionierende Integrationsstrukturen dürften jetzt nicht geschwächt werden, denn die Erfolge der vergangenen Jahre belegten, dass eine gut ausgestattete Arbeitsmarktpolitik wirke.

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Der wirtschaftliche Nutzen reicht dabei weit über den einzelnen Arbeitsplatz hinaus. Die zusätzlichen Beschäftigten helfen, Unternehmen handlungsfähig zu halten, sichern öffentliche Einnahmen und stabilisieren die Finanzierung der Sozialversicherungen. Damit profitieren, so das Fazit der Arbeitskammer, Wirtschaft und Gesellschaft gleichermaßen.

Der Bericht denkt bewusst über den Tag hinaus und entwirft Perspektiven für ein starkes und gerechtes Saarland im Jahr 2040. Seine Kernaussage: Der demografische Wandel muss kein unausweichliches Schicksal sein. Gelungene Integration sei nicht allein eine soziale Aufgabe, sondern ein tragender Baustein für die wirtschaftliche Zukunft der Region.

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