Wer in St. Ingbert ein Gewerbe anmelden, ummelden oder abmelden möchte, muss dafür ab sofort nicht mehr persönlich im Rathaus vorsprechen. Die Stadt hat ihren Service für Unternehmerinnen und Unternehmer digitalisiert und wickelt den gesamten Vorgang nun online ab.
Damit entfallen für Gewerbetreibende die klassischen Behördengänge und die damit verbundenen Wartezeiten. Der komplette Ablauf lässt sich vom heimischen Schreibtisch aus erledigen, vom ersten Antrag bis zur Zahlung der fälligen Gebühren. Ein Medienbruch, also der lästige Wechsel zwischen digitalem Formular und Papierpost, ist nicht mehr nötig.
Technisch läuft das Verfahren im Hintergrund weitgehend automatisch. Die eingegebenen Daten wandern direkt in das städtische Fachverfahren und werden dort ohne Umwege weiterverarbeitet. Auch die Bezahlung erfolgt sofort über die Online-Plattform der Stadt. Separate Rechnungen oder das Warten auf einen Zahlungseingang gehören damit der Vergangenheit an.
Sven Oberinger, in der Stadtverwaltung als CIO für die digitale Ausrichtung verantwortlich, sieht in dem Angebot ein Musterbeispiel. „Das ist ein beispielhafter Prozess dafür, wie Digitalisierung konkret funktioniert und echten Mehrwert schafft“, erklärt er. Profitieren würden beide Seiten: „Sowohl die Gewerbetreibenden als auch die Verwaltung profitieren von schnelleren Abläufen, mehr Transparenz und einer effizienteren Bearbeitung.“
Mit dem neuen Verfahren erfüllt St. Ingbert zugleich die Vorgaben des Onlinezugangsgesetzes, das Kommunen dazu verpflichtet, Verwaltungsleistungen digital anzubieten. Die Stadt versteht den Schritt als Teil einer größeren Strategie, mit der sie ihr Serviceangebot für Betriebe ausbaut und ihre Attraktivität als Wirtschaftsstandort stärken will.
Eingebunden ist der Dienst in das städtische Serviceportal, das rund um die Uhr erreichbar ist. Gründerinnen und Gründer wie auch bestehende Betriebe finden das Angebot unter service.st-ingbert.de und können ihre Meldungen dort unabhängig von Öffnungszeiten erledigen.















