Wenn in den Sommerferien die Klassenzimmer leer stehen, rücken in St. Ingbert die Handwerker an. Rund 1,2 Millionen Euro fließen in diesem Jahr in die städtischen Schulgebäude – deutlich mehr als sonst üblich. Die Stadt nutzt die unterrichtsfreie Zeit gezielt, um Baustellen abzuwickeln, die während des laufenden Betriebs kaum zu stemmen wären.
Einen Schwerpunkt bildet die Eisenbergschule, in die insgesamt etwa 197.000 Euro investiert werden. Für rund 110.000 Euro entsteht die Mädchen-Toilettenanlage komplett neu: Sechs Toiletten und ein Vorraum mit zwei Waschbecken werden erneuert. Das Jungen-WC war bereits im Vorjahr an der Reihe. Einige Feinarbeiten wie die Wandverkleidung mit Holzplatten und die Bodenversiegelung folgen erst nach den Ferien.
Doch damit nicht genug: In vier Klassenräumen weichen die alten Bodenplatten einem neuen PVC-Belag, was mit etwa 22.000 Euro zu Buche schlägt. Weitere 65.000 Euro stecken in zwölf neuen Brandschutztüren. Diese schließen im Ernstfall selbstständig – gesteuert über Rauchmelder.
Auch andernorts wird gearbeitet. In der Südschule bekommen jene vier Räume, die nach den Ferien von den neuen ersten Klassen bezogen werden, für rund 55.000 Euro Schallschutzdecken. An der Pestalozzischule wird die Decke in den Räumen der Freiwilligen Ganztagsschule erneuert: Offenporige Schallschutzplatten und einzelne Wandabsorber sollen für ruhigere Lernbedingungen sorgen. Hinzu kommen frische Anstriche in den Fluren des Altbaus sowie an Turnhalle und Sockeln.
Die mit Abstand größte Baustelle des Sommers findet sich jedoch an der Albert-Weisgerber-Schule. Dort wird die gesamte Fassade saniert, neu verputzt und gestrichen. Rund 200 Fenster werden ausgetauscht – mit einem Sonnenschutz, der direkt in die Scheiben integriert ist. Die Fenster zur Schulhofseite hatte die Stadt bereits im vergangenen Jahr erneuert.
Allein für die neuen Fenster sind etwa 530.000 Euro eingeplant. Rechnet man Gerüst, Putz- und Malerarbeiten sowie weitere notwendige Maßnahmen hinzu, erreicht das Projekt ein Volumen von rund einer Million Euro. Genau diese Großbaustelle erklärt, warum das Gesamtbudget in diesem Jahr so ungewöhnlich hoch ausfällt. Normalerweise bewegen sich die Ferieninvestitionen zwischen 100.000 und 200.000 Euro.
Damit alles rechtzeitig steht und die Fachfirmen früh gebunden werden können, geht das städtische Gebäudemanagement bereits zu Jahresbeginn auf die Schulen zu. Dort wird abgefragt, welche Arbeiten in den Ferien anstehen. Das Verfahren schafft Planungssicherheit – und sorgt dafür, dass möglichst viel erledigt ist, bevor die Schülerinnen und Schüler zurückkehren.





















