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Wenn die Sommerferien beginnen, gehört der Stau auf deutschen Autobahnen fast schon zum Reiseritual. Doch woher wissen Urlauberinnen und Urlauber eigentlich, wo sie mit stockendem Verkehr rechnen müssen? Die Antwort ist überraschend traditionell: Es ist noch immer das Radio, das den meisten Menschen die entscheidenden Hinweise liefert.

Eine repräsentative Umfrage des Digitalverbands Bitkom zeigt, dass sich 92 Prozent aller Auto- und Motorradfahrenden auf Verkehrsmeldungen im Radio verlassen. Für die Erhebung wurden 1.004 Personen ab 16 Jahren befragt, darunter 774 Menschen, die regelmäßig mit dem Auto oder Motorrad unterwegs sind. Der klassische Sender im Wagen bleibt damit die mit Abstand meistgenutzte Informationsquelle rund um Baustellen und Blechlawinen.

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Doch das Smartphone holt spürbar auf. Fast die Hälfte der Befragten, genau 46 Prozent, greift inzwischen auf Navigations-Apps wie Google Maps oder Apple Karten zurück, um sich über die aktuelle Verkehrslage zu informieren. Vor vier Jahren war es mit einem Drittel deutlich weniger. Spezielle Staumelder-Apps wie Stau1 oder Staumelder Mobile behaupten sich derweil auf konstantem Niveau und werden von 21 Prozent genutzt.

Auf der Verliererseite stehen die klassischen Navigationsgeräte. Fest im Fahrzeug verbaute Systeme nutzen noch 41 Prozent, ein leichter Rückgang gegenüber 46 Prozent im Jahr 2022. Dramatischer fällt der Absturz bei den mobilen Geräten aus: Wo einst 35 Prozent zum tragbaren Navi griffen, sind es heute nur noch zwölf Prozent. Das Smartphone macht die separate Hardware für viele schlicht überflüssig.

„Vor allem zum Ferienstart zählt für viele jede verlässliche Information über Staus, Baustellen und mögliche Ausweichrouten“, sagt Paul Hannappel, Mobilitätsexperte beim Bitkom. Zwar arbeiteten auch viele vernetzte Navigationsgeräte mit Echtzeitdaten, doch das Smartphone sei durch die App ohnehin stets griffbereit – bei der Planung vor der Abfahrt ebenso wie unterwegs. „So lassen sich Fahrten frühzeitig planen und flexibel an die aktuelle Verkehrslage anpassen“, so Hannappel.

Eher am Rande bewegen sich bislang die neueren digitalen Wege. KI-Chatbots wie ChatGPT, Google Gemini oder Microsoft Copilot dienen gerade einmal drei Prozent als Stauquelle, genauso vielen wie klassische Verkehrs-Websites. Der Anruf beim ADAC oder anderen Diensten liegt bei zwei Prozent, während SMS- und Messenger-Dienste mit einem Prozent kaum noch eine Rolle spielen.

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Eines aber eint offenbar alle Reisenden: Ohne jede Vorbereitung setzt sich praktisch niemand ins Auto. Kein einziger der Befragten gab an, sich gar nicht über Staus zu informieren. Ob per Radio oder App – der Blick auf die Verkehrslage gehört für die Menschen in Deutschland fest zum Start in den Urlaub.

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