Bild: Stephan Bonaventura

„Bei jedem Neubau und bei jeder Sanierung einer Landstraße im Saarland muss künftig verpflichtend ein Radweg mitgedacht werden“, fordert Ralf Georgi, der umweltpolitische Sprecher der Linksfraktion im Saarländischen Landtag.

„Das Land ist hier in der Pflicht, denn jahrelang ist kaum etwas passiert“, so Georgi. In anderen Regionen wie dem Niederrhein oder dem Münsterland gehörten gut ausgebaute Radwege neben den Landstraßen zum Standard, im Saarland seien sie Mangelware. Wer es ernst meine mit einer ökologischen Verkehrswende, der dürfe nicht bürokratisch auf komplizierte Antragsverfahren und Radverkehrspläne verweisen, sondern müsse den Aus- und Neubau des Radwegenetzes bei jeder Straßenbau-Maßnahme mit einplanen.

„In den Städten und Gemeinden sind die Kommunen selbst verantwortlich und brauchen auch deshalb einen größeren finanziellen Spielraum. Und für die Radwege zwischen den Gemeinden muss das Land deutlich mehr tun“, fordert der umweltpolitische Sprecher. Dass zum Beispiel die Landstraße zwischen Saarbrücken-Dudweiler und St. Ingbert saniert werde, ohne dass irgendjemand an einen Radweg gedacht habe, sei ein Armutszeugnis. „Ebenso wie die Tatsache, dass innerhalb von acht Jahren, zwischen 2011 und 2018, vom Land lediglich 25 Kilometer Radwege neu- und ausgebaut wurden, obwohl selbst nach Aussage der Landesregierung 141 Kilometer an Radwegen gefehlt haben.“

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