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Kirkel | Wo man den Dingen auf den Grund geht

Udo Bernimollin hatte beim Vorort-Termin die Abdeckung der Grabungsstätte geöffnet, und er gab damit den Blick in die Tiefe des Brunnens für Dr. Christel Bernard, Landrat Dr. Theophil Gallo, Dr. Bernhard Becker und Bürgermeister Frank John frei (v. r.). Foto: Sandra Brettar

„Wo man den Dingen auf den Grund geht: Der Brunnen der Burg Kirkel“ ist ein bedeutsamer Artikel in der jüngsten Ausgabe der Schriftenreihe „Saarpfalz. Blätter für Geschichte und Volkskunde überschrieben. Der Titel ist Programm. Dr. Christel Bernard, Abteilungsleiterin Archäologie bei der AQuiS GmbH, beschreibt die Historie  der aktuellen Freilegung der Kirkeler Burgbrunnens, hält die Grabungsmethode und die Dokumentation vor Ort fest und gibt Beispiele archäologischer Funde. Nicht zuletzt geht die Archäologin für Mittelalter und Neuzeit auf die Geschichte des Brunnens selbst ein. 

„Ich freue mich, wenn wir wissenschaftliche Beiträge wie diesen über den Kirkeler Burgbrunnen publizieren können, die dann unsere Schriftenreihe und unsere Region in den Fokus von Forschung und Wissenschaft rücken“, betonte Dr. Bernhard Becker, Fachbereichsleiter Kultur und Heimatpflege im Saarpfalz-Kreis, und überreichte am Ort des Geschehens Landrat Dr. Theophil Gallo, Dr. Christel Bernard, dem Kirkeler Bürgermeister Frank John sowie dem Grabungsarbeiter Udo Bernimollin ein Exemplar der aktuellen Zeitschrift. 

Udo Bernimollin hatte beim Vorort-Termin die Abdeckung der Grabungsstätte geöffnet, und er gab damit den Blick in die Tiefe des Brunnens für Dr. Christel Bernard, Landrat Dr. Theophil Gallo, Dr. Bernhard Becker und Bürgermeister Frank John frei (v. r.).
Foto: Sandra Brettar

Landrat Dr. Theophil Gallo zeigte sich beeindruckt beim Blick in den bislang 18,8 Meter tiefen freigelegten Brunnen. „Ich bedanke mich bei allen an diesem Projekt Beteiligten für ihr Forschungsinteresse an der Burg, und ich freue mich über den Enthusiasmus und die Beharrlichkeit, die sie bei dieser Grabung an den Tag legen. Bereits mit den aktuellen Ergebnissen und Funden öffnet die Kirkeler Burg ein weiteres archäologisches Kapitel, das Aufschlüsse über unsere Heimat gibt und das für die Nachwelt bewahrt wird“, freute sich der Landrat. Und er hat weitere Ideen:
„Ich kann mir gut vorstellen, nach Abschluss der Grabung das aus meiner Sicht sensationelle Werk sogar touristisch noch etwas besser zu vermarkten, denn so etwas gibt es selten.“

Ein kleines Team aus Grabungsarbeiterinnen und Grabungsarbeitern aus dem Förderkreis Kirkeler Burg investiert seit Herbst 2011 zahlreiche ehrenamtliche Stunden an den Wochenenden oder nach Feierabend für die Abteufe. Der Verein beschafft die benötigten Gerätschaften, sorgt für deren fachgerechte Installation, für die Entsorgung des Abraums, für die Arbeitssicherheit und vieles mehr. Die AQuiS GmbH gewährleistet über Dr. Christel Bernard die fachgerechte Leitung und Dokumentation der Grabung und deren wissenschaftliche Auswertung. 

Die Gemeinde Kirkel übernahm nicht zuletzt die Kosten für die Planung des neuen Brunnenkranzes und finanziert weiterhin die Vermessungsarbeiten für die Grabung. Bürgermeister Frank John betonte, dass nur durch die Zusammenarbeit des Fördervereins, der Gemeinde und der AQuiS dieses und andere Projekte auf der Burg zu realisieren seien. Dr. Christel Bernard wies noch auf die Sonderausstellung zur Brunnengrabung hin, die ab dem 8. Mai bis Oktober im Heimat- und Burgmuseum Kirkel zu besichtigen ist.

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