Foto: FC 08 Homburg

Nicht wenigen Anhängern des FC Homburg dürfte mittlerweile der Kampf um die goldene Ananas in den Sinn kommen, wenn sie an die derzeitige Tabellenkonstellation denken. 11 Punkte Rückstand auf die Spitze – nach oben scheint nichts mehr zu gehen. Wenn man den Blick jedoch nach unten richtet, kommt dem Auswärtsspiel am Sonntag gegen den VfB Stuttgart II hohe Bedeutung zu. Denn wenn die Ananas nicht vom Abstiegsgespenst verjagt werden soll, wäre dort ein Sieg enorm wichtig.

Gerade einmal 6 Punkte beträgt der Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz noch, auf dem momentan die TuS RW Koblenz steht. Nach lediglich 9 Punkten aus den letzten 9 Spielen, erscheint dieses Polster nur noch beängstigend dünn. Erinnerungen werden wach an die Saison 2016/17, in die man ebenfalls als Aufstiegskandidat gestartet war, und nach der man den bitteren Gang in die Oberliga antreten musste. Auch damals hatte man nach 20 Spielen 6 Punkte Vorsprung auf die ersten möglichen Abstiegsränge. Und auch in anderer Hinsicht erinnert die heutige Lage fatal an die Situation von vor fünf Jahren. 

Denn ähnlich wie damals, fehlt den Grün-Weißen in entscheidenden Situationen oftmals das Spielglück, das in einer solchen Abwärtsspirale enorm wichtig ist. So beispielsweise am vergangenen Spieltag gegen den FC Gießen, als gegen einen tiefstehenden Gegner in der Schlussphase ein eindeutiger Elfmeter verweigert wurde. Mit dem VfB Stuttgart trifft man am 23. Spieltag auf einen Gegner, dessen Spielanlage doch etwas anders aussehen dürfte als bei den Hessen.

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„Gerade in der Offensive haben sie eine gute Dynamik “, weist FCH-Trainer Matthias Mink im Gespräch auf die große Stärke des Aufsteigers hin. „Gute, flinke“ Spieler habe der VfB in seinen Reihen. Nicht umsonst stellen die Schwaben mit 44 Treffern derzeit die drittbeste Offensive der Liga. Dies erscheint für Homburg umso schwerwiegender, wenn die derzeitige Verletzungssituation in den Blick genommen wird: Mit Ivan Sachanenko, Maurice Springfeld und Jannis Reuß fallen weiterhin drei Defensivspieler aus. Mut macht in dieser Hinsicht zumindest der Auftritt gegen Gießen, als man bis auf einen Sonntagsschuss im Grunde nichts zuließ.

Dies dürfte auch daran gelegen haben, dass Daniel di Gregorio auf der ungewohnten Innenverteidigerposition spielte und so der Abwehrkette eine größere Stabilität verleihen konnte. Auch der Coach attestiert di Gregorio gegen Gießen eine „gute“ Leistung. Dennoch hält sich Mink die Möglichkeit offen, den 29-Jährigen auch wieder ins Mittelfeld zu ziehen. Dort nehme dieser schließlich „eine tragende Rolle“ ein. Sollte di Gregorio tatsächlich wieder im Mittelfeld auflaufen, könnte Winterneuzugang Jonas Scholz ins Abwehrzentrum rücken und somit zum zweiten Mal in der Startelf stehen.

Wie auch immer die Defensive personell aussehen wird, fest steht, dass ihr eine entscheidende Bedeutung zukommt, wie auch der Trainer unterstreicht. „ Die Offensive müssen wir in den Griff bekommen. Gegen einen kompakten Gegner haben sie dann schon ihre Schwierigkeiten.“ Einmal mehr liegt der Fokus also auf der Abwehrreihe der Grün-Weißen, deren Leistung maßgeblich darüber entscheiden dürfte, ob sich in den kommenden Wochen wieder ungeliebte Gespenster im Waldstadion breit machen. 

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