Wer im Alter vergesslich wird oder sich zunehmend zurückzieht, steht schnell vor einer bangen Frage: Handelt es sich um eine beginnende Demenz – oder steckt eine Depression dahinter? Beide Krankheitsbilder können sich mit erstaunlich ähnlichen Symptomen zeigen, verlangen aber grundverschiedene Behandlungswege. Genau diese Unterscheidung steht im Mittelpunkt eines Vortrags, den das gerontopsychiatrische Netzwerk mit Schwerpunkt Demenz im Saarpfalz-Kreis am 20. Mai 2026 in Homburg anbietet.
Unter dem Titel „Demenz oder Depression? Unterschiede erkennen und verstehen“ wird die Landesärztin für Demenz, Dr. R.A. Fehrenbach, die typischen Merkmale beider Erkrankungen erläutern und zentrale Kriterien vorstellen, anhand derer sich die Krankheitsbilder voneinander abgrenzen lassen. Der Vortrag richtet sich bewusst an ein breites Publikum und setzt kein medizinisches Fachwissen voraus. Ziel ist es, Unsicherheiten abzubauen und Betroffenen wie Angehörigen ein klareres Bild davon zu vermitteln, warum eine präzise Diagnose so entscheidend sein kann.
Organisiert wird die Veranstaltung von der Psychosozialen Projekte Saarpfalz gGmbH in Zusammenarbeit mit der Landesfachstelle Demenz Saarland und der Kreisstadt Homburg. Dass gleich mehrere Institutionen an einem Strang ziehen, unterstreicht die Bedeutung des Themas: Kognitive Veränderungen und Stimmungsschwankungen im höheren Lebensalter sind weit verbreitet, doch ihre Ursachen bleiben oft unklar. Eine Verwechslung von Demenz und Depression kann dazu führen, dass Betroffene nicht die Hilfe erhalten, die sie tatsächlich brauchen.
Der Abend ist ausdrücklich interaktiv angelegt. Nach dem Vortrag haben die Teilnehmenden Gelegenheit, Fragen zu stellen und eigene Erfahrungen einzubringen. Neben Dr. Fehrenbach stehen dafür auch Herr Sauder, Leiter der Landesfachstelle Demenz, sowie Herr Schneider, Geschäftsführer der Psychosozialen Projekte, als Ansprechpartner bereit. Gerade der offene Austausch soll dazu beitragen, das Thema aus der Tabuzone zu holen und praktische Orientierung zu geben.
Die Veranstaltung findet am Mittwoch, 20. Mai 2026, von 18 bis 20 Uhr im großen Sitzungssaal Am Forum 1 in Homburg statt. Der Saal ist über einen Fahrstuhl erreichbar, Parkmöglichkeiten einschließlich Behindertenparkplätzen befinden sich in unmittelbarer Nähe. Eingeladen sind alle Interessierten – insbesondere Angehörige, ehrenamtliche Besuchsdienste und Hospizbegleiterinnen und Hospizbegleiter. Die Teilnahme ist kostenfrei.
Wer sich vorab über die Arbeit des gerontopsychiatrischen Netzwerks informieren oder weiterführende Informationen zum Thema Demenz erhalten möchte, kann sich an die Psychosoziale Projekte gGmbH in der Goethestraße 2 in Homburg wenden. Telefonisch ist das Netzwerk unter 06841/93 43-0 erreichbar, weitere Informationen gibt es unter www.psp-homburg.de

















