Foto: MIBS/R. Khalil
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Mehr als 50 freiwillige Helferinnen und Helfer, jahrelange Eigeninitiative und ein Brunnen, der zum Treffpunkt eines ganzen Ortsteils geworden ist: In Furschweiler hat bürgerschaftliches Engagement nun ein sichtbares Dach über dem Kopf bekommen. Am Brunnenareal im Ortsteil wurde eine neue Wetterschutzhütte feierlich eingeweiht, die das Land Saarland mit einer Bedarfszuweisung in Höhe von 2.295 Euro gefördert hat.

Die Überdachung ergänzt ein Areal, das die „Interessengemeinschaft Metzelbergbrunnen“ über die vergangenen Jahre Stück für Stück aufgebaut und weiterentwickelt hat. Begonnen hatte alles mit dem Brunnen selbst, den die Gruppe komplett in Eigenregie errichtete. Inzwischen gehören ein barrierefreier Zugang, Sitzgarnituren und diverse Verschönerungsmaßnahmen zum Gesamtbild. Die neue Hütte schützt Besucherinnen und Besucher sowie das vorhandene Mobiliar vor Wind und Wetter – und macht den Platz damit ganzjährig nutzbar.

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Die Gesamtkosten für die Wetterschutzhütte belaufen sich auf 3.060 Euro. Den Löwenanteil der Arbeit leisteten die Ehrenamtlichen vor Ort, die finanzielle Lücke schloss das saarländische Innenministerium mit seiner Zuweisung. Staatssekretär Torsten Lang ordnete das Projekt als Beleg für gelebten Zusammenhalt ein: „Solche Projekte zeigen eindrucksvoll, wie stark der Zusammenhalt und das Engagement vor Ort sind. Bürgerinnen und Bürger, die ihre Gemeinde aktiv mitgestalten, leisten einen unschätzbaren Beitrag für das gesellschaftliche Miteinander.“ Mit vergleichsweise kleinen Maßnahmen könnten Orte deutlich an Aufenthaltsqualität gewinnen und zu lebendigen Treffpunkten werden, betonte Lang.

Auch Bürgermeister Sascha Hilpüsch fand deutliche Worte für das, was in Furschweiler entstanden ist. „Die Interessengemeinschaft Metzelbergbrunnen hat in Furschweiler unglaubliches geleistet. Über 50 Helferinnen und Helfer haben an diesem Aufenthaltsort mit größtmöglicher Eigeninitiative mitgewirkt“, sagte Hilpüsch. Er bezeichnete das Projekt als beispielhaftes bürgerliches Miteinander, das mit der neuen Wetterschutzhütte seinen Höhepunkt erreicht habe.

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Das Beispiel Furschweiler verdeutlicht, welche Wirkung entsteht, wenn ehrenamtlicher Einsatz und gezielte öffentliche Förderung ineinandergreifen. Aus einer Idee für einen Brunnen ist über die Jahre ein Aufenthaltsort gewachsen, der den Ortsteil belebt und Menschen zusammenbringt. Die Landesregierung sieht in solchen Bedarfszuweisungen ein Instrument, um genau diese Art von Eigeninitiative in den Gemeinden zu stärken – nicht mit großen Summen, sondern mit passgenauer Unterstützung dort, wo sie gebraucht wird.

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