(v.l.n.r.) Staatssekretär Henrik Eitel, Prof. Dr. Jennifer Diedler und Prof. Dr. Wolfgang Reith bei der feierlichen Amtsübergabe - Bild: Stephan Bonaventura

Es war schon eine geballte Macht an Wissen und Kompetenz, die sich an diesem schönen Herbsttag diese Woche bei einem Empfang im Hörsaalgebäude auf dem Gelände der Uni Homburg zusammenfand. Grund dafür war die feierliche Amtsübergabe an die neue Ärztliche Direktorin und Vorstandsvorsitzende des UKS , Prof. Dr. Jennifer Diedler.

Das Universitätsklinikum des Saarlandes ist wahrlich ein Zentrum der Hochleistungsmedizin. Mit 30 Fachkliniken und 20 Instituten bietet der Homburger Campus über die Krankenversorgung hinaus beste Voraussetzungen für internationale Spitzenforschung. Und nicht nur das. Es genießt sowohl regional als auch international einen hohen Stellenwert. „Das UKS ist als Supramaximalversorger nicht nur von hoher Bedeutung für die Patientenversorgung im ganzen Land und der Grenzregion. Es ist zudem als Arbeitgeber ein regionales Schwergewicht und unverzichtbar für die Ausbildung des pflegerischen- und medizinischen Nachwuches hierzulande. All dies erfordert tagtäglich unermüdlichen Einsatz – sowohl des ärztlichen als auch pflegerischen Personals. Es erfordert Sachkenntnis, Engagement und Menschlichkeit“, betonte Staatssekretär Henrik Eitel, Chef der Staatskanzlei des Saarlandes und Vorsitzender des UKS-Aufsichtsrates, in seiner Eröffnungsrede. Gemeinsam mit Spitzenforschung, Lehre, Hochleistungsmedizin und der umfassenden und fundierten Krankenversorgung ergebe sich ein abgerundetes Bild, in dem alle Bereiche am UKS Hand in Hand gehen. „Dass hierfür auch in Zukunft beste Rahmenbedingungen herrschen, dafür werden wir uns als Landesregierung stets nach Kraften bemühen“, stellte Eitel klar.

Staatssekretär Henrik Eitel – Bild: Stephan Bonaventura

Auf das UKS warten also eine Vielzahl an Herausforderungen. Nicht nur Aufgaben der Zukunft, es gilt auch Aufgaben der Vergangenheit und Gegenwart zu meistern. Davon kann der ehemalige Ärztliche Direktor, Prof. Dr. Wolfgang Reith, mehr als nur ein Lied singen. Seine Amtszeit war in großen Teilen geprägt von Krisenmanagement. Immer wieder rückte das UKS neben den guten Schlagzeilen auch ins Negative. Missbrauchsvorwürfe, Durchsuchungen, Ermittlungen von Polizei und Staatsanwaltschaft schlugen auf. Mehrfach und über lange Zeit. Es war eine Amtszeit, in der Reith an vielen Ecken zu kämpfen hatte, an vielen Stellen mit sehr unterschiedlichen Parametern und Herausforderungen seine hochgelobten Kompetenzen unter Beweis stellte. Eine offene Aufarbeitung war der Konter um das UKS-Boot durch einen heftigen Sturm zu steuern. Mit Erfolg. Dabei wurde ruhig, sachlich und überlegt gehandelt. Genau das ist auch der Grund warum das Gesamtvertrauen nicht zerstört wurde und die Klinik das Vertrauen in sich wieder allgemein stabilisieren konnte. Es war eine zukunftsweise Präventionsarbeit und lückenlose Aufarbeitung, gerade diesen Weg lobte Staatssekretär Eitel auch noch einmal explizit vor dem Publikum. „Unser Krankenhaus muss ein Ort sein an dem sich die Menschen sicher und geborgen fühlen“, fasste Prof. Dr. Wolfgang Reith zusammen. Ein Satz der gut zeigt welchen Grundsatz er stets verfolgte.

Prof. Dr. Wolfgang Reith und Prof. Dr. Jennifer Diedler – Bild: Stephan Bonaventura

Neben genannten Krisen wurde in den letzten Jahren viel Gutes auf den Weg gebracht. Spitzenforschung, Lehre, Hochleistungsmedizin und mehr sind Eckpfeiler einer Amtszeit, die Prof. Reith mit Blick auf ein ganz besonderes Projekt verlässt. Es geht um den geplanten Neubau eines Neurozentrums auf dem Homburger Campus. Dieses sieht er als größte Errungenschaft. Es sei wichtig aktiv weiter an der Klinik der Zukunft zu arbeiten, jetzt „ist der richtige Zeitpunkt um die Weichen des UKS zu stellen“. Mit etwa 400 Millionen Euro Kosten ist es das wohl größte Bauprojekt im Saarland. Hier würden sich Weichen stellen, gerade auch in der Überlegung wohin der Weg geht. Hier habe man die Chance die Universtätsklinik wieder ein Stück weit neu zu erfinden.

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