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Lässt sich ADHS künftig an einem Tropfen Speichel ablesen? Dieser Frage geht ein Forschungsteam am Universitätsklinikum des Saarlandes (UKS) in Homburg nach – und sucht dafür aktuell Kinder zwischen sieben und zehn Jahren, deren Teilnahme die Diagnostik der Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung grundlegend verändern könnte.

Hinter dem Projekt mit dem Kürzel SamBA, das für „ADHS-Biomarker aus Speichel“ steht, verbirgt sich eine Studie, die vom Landesforschungsförderungsprogramm (LFFP) des Saarlandes finanziert und von der Ärztekammer des Saarlandes genehmigt wurde. Die Projektleitung liegt bei Prof. Dr. Christine Groß, unterstützt von der wissenschaftlichen Mitarbeiterin Dr. Michaela M. Zrelski.

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Im Mittelpunkt steht eine Frage, die für viele betroffene Familien von erheblicher Bedeutung sein dürfte: Lassen sich im Speichel von Kindern mit ADHS bestimmte Biomoleküle nachweisen, die bei anderen Kindern nicht oder anders vorkommen? Ergänzend untersucht das Team, welche Zusammenhänge zwischen diesen molekularen Mustern und Faktoren wie Hörverarbeitung, Stresserleben, Lebensqualität sowie musikalischer Wahrnehmung bestehen.

Gesucht werden zwei Gruppen kleiner Probanden. Zum einen Kinder im Alter von 7 bis 10 Jahren, bei denen ADHS bereits diagnostiziert wurde, die jedoch bislang keine medikamentöse Behandlung erhalten haben. Zum anderen gleichaltrige Kinder ohne ADHS, die als Vergleichsgruppe einen wichtigen wissenschaftlichen Referenzwert liefern. Nicht teilnehmen können Kinder mit einer Autismus-Spektrum-Störung, mit ADS oder mit schweren psychischen Erkrankungen.

Die Untersuchungen sollen voraussichtlich zwischen Ende Juni und Ende Juli am UKS in Homburg stattfinden. Was zunächst nach einem rein wissenschaftlichen Vorhaben klingt, könnte praktische Folgen haben: Das erklärte Ziel der Forschenden ist es, ADHS auf molekularer Ebene besser zu verstehen und daraus neue Ansätze für Diagnostik und Therapie abzuleiten – ein Bereich, der bislang stark auf Verhaltensbeobachtung und ausführliche Anamnesen angewiesen ist.

Für interessierte Familien hält das SamBA-Team zwei Informationsflyer bereit. Einer stammt direkt vom Universitätsklinikum, der zweite richtet sich speziell an Familien, die sich für die Vergleichsgruppe interessieren. Beide enthalten einen QR-Code, der zu einer Erstbefragung und Registrierung führt. Auf Wunsch verschicken die Forschenden auch gedruckte Exemplare, etwa für Praxen, Schulen oder Beratungsstellen, die das Vorhaben durch Aushänge unterstützen möchten.

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Wer Rückfragen hat oder eine Teilnahme erwägt, kann sich direkt an das Studienteam wenden. Prof. Dr. Christine Groß ist unter der Nummer 0178 – 501 67 50 sowie per E-Mail an christine.gross@uni-saarland.de erreichbar. Dr. Michaela M. Zrelski steht unter +43 699 184 244 84 oder michaela.zrelski@uni-saarland.de für Auskünfte zur Verfügung.

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