Am Kerwemontag hat Kleinottweiler noch einmal alle Register gezogen. Rund um das Sportheim des ASV kamen die Weltstars diesmal nicht aus Hollywood oder Las Vegas, sondern aus dem eigenen Dorf. Die 28 Straußmääde und Straußbuwe der Kerwe 2026 brachten eine Playback-Show auf die Bühne, die dem Finale der Bohnekerb den passenden Rahmen gab.
Bevor überhaupt gesungen wurde, entschied sich der Tag zunächst am Grill. Kulinarischer Mittelpunkt war der Ochs vom Spieß, der langsam garte, seine Runden drehte und schließlich auf den Tellern der Gäste landete. Wer damit weniger anfangen konnte, griff zu Bratwurst, Schwenker oder Pommes. Dazu ein kühles Getränk der Karlsberg Brauerei, ein Glas Wein oder ein Cocktail – schließlich stand am Abend noch einiges auf dem Programm.

Den musikalischen Auftakt übernahm das Duo „Die Dorf-Jungs“, ehe die eigentlichen Stars die Bühne eroberten. Und die hatten für ihren großen Auftritt kräftig geprobt. In einer bunten Mischung aus bekannten Hits schlüpften die Straußmääde und Straußbuwe in die verschiedensten Rollen: DJ Ötzi gab sich die Ehre, Shakira durfte nicht fehlen, Kinderlieder holten die jüngsten Fans ab. Auch Bob Marley, Bon Jovi, Bruce Springsteen, Jennifer Lopez und Bonnie Tyler schauten musikalisch vorbei.
Ob die Originale von den Kleinottweiler Kopien restlos begeistert gewesen wären, sei dahingestellt. Das Publikum jedenfalls war es. Schon vor dem ersten Auftritt war klar, dass das Dorf richtig Lust auf Kerwe hatte. Sämtliche Sitzplätze waren restlos belegt. Wer zu spät kam, musste stehen oder sich schnell einen Platz an der Theke sichern.
Eine Premiere gab es in diesem Jahr ebenfalls. Erstmals übernahm Jan Scherer die Moderation und führte mit viel Humor durch das mehr als zweistündige Programm. Er kündigte die vermeintlichen Weltstars an, verband die einzelnen Auftritte locker miteinander und lieferte den einen oder anderen Lacher gleich mit. Sein Willkommensgruß galt unter anderem Bürgermeister Christian Prech, dem Hausherrn und 1. Vorsitzenden des ASV sowie Ortsvorsteher Daniel Heintz und dem Jägersburger Ortsvorsteher Phillip Vollmar.
Über zwei Stunden lang wurde gesungen, getanzt, parodiert und gelacht. Die 28 Straußmääde und Straußbuwe zeigten, dass eine große Show weder teure Bühnenbilder noch ein Millionenbudget braucht. Ein bisschen Mut, viel gute Laune und eine gehörige Portion Kerwe-Wahnsinn reichten völlig aus. Das Publikum machte begeistert mit und belohnte jeden Auftritt mit reichlich Applaus.
So wurde der Kerwemontag zum gelungenen Abschluss der Bohnekerb 2026. Ochs vom Spieß, kühle Getränke, Livemusik und ein Publikum in bester Feierlaune – mehr braucht es kaum. Und wer dabei war, dürfte sich bereits fragen, was sich die Straußjugend im nächsten Jahr wohl einfallen lässt.
Alle Bilder: Friedel Simon



















































































































































