Foto: MFW
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Die Universität des Saarlandes gewinnt einen ausgewiesenen Fachmann für die Krebsmedizin: Steffen Rausch übernimmt die Professur für Urologie und Kinderurologie und tritt zugleich die Leitung der entsprechenden Klinik am Universitätsklinikum des Saarlandes an. Sein Antritt ist für den 17. August 2026 vorgesehen.

Rausch gilt als Experte für die Uro-Onkologie, also für die Behandlung von Tumorerkrankungen im urologischen Bereich. Seine Arbeit bewegt sich an der Nahtstelle von operativer Therapie, medikamentöser Tumorbehandlung und klinischer Forschung. Besonders am Herzen liegt ihm dabei, neue wissenschaftliche Erkenntnisse geordnet und praxisnah bis ans Krankenbett zu bringen.

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Zuletzt war er als stellvertretender Klinikdirektor an der Klinik für Urologie des Universitätsklinikums Tübingen tätig. Dort verantwortete er die operative und medikamentöse Versorgung von Krebspatienten und koordinierte sowohl das Zentrum für Urogenitale Tumore als auch die klinische Studienzentrale. Einen Schwerpunkt bildete die Frage, wie sich Therapieentscheidungen anhand von Biomarkern in den klinischen Alltag einbinden lassen.

An seinem neuen Wirkungsort verfolgt Rausch ein klares Ziel: Die Klinik soll strukturell wie inhaltlich wachsen und sich zu einem leistungsstarken uro-onkologischen Referenzzentrum entwickeln. Moderne chirurgische Verfahren, systemische Therapiekonzepte und Forschung will er dabei eng miteinander verknüpfen. Konkret plant er, die robotische und minimal-invasive endoskopische Chirurgie voranzutreiben und innovative diagnostische Methoden wie molekulare Biomarker und moderne Bildgebung einzubinden, um die Behandlungswege klarer zu strukturieren.

Großes Potenzial sieht der Mediziner zudem im Ausbau ambulanter und tagesklinischer Versorgungsstrukturen sowie in der Vernetzung mit regionalen und internationalen Partnern. Neben der Versorgung am Krankenbett bleibt die Forschung ein zentrales Feld: Rausch möchte translationale Ansätze stärken und neue Therapien möglichst früh in klinische Studien überführen. Dafür will er die Voraussetzungen für größere interdisziplinäre Projekte und Kooperationen schaffen.

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Auch die Lehre nimmt in seinem Selbstverständnis einen wichtigen Platz ein. Studierenden und jungen Ärztinnen und Ärzten möchte er nicht allein Fachwissen weitergeben, sondern auch ein Gespür für evidenzbasierte Entscheidungen und klinische Verantwortung entwickeln. Die Urologie an der Medizinischen Fakultät soll unter seiner Leitung als modernes, wissenschaftlich geprägtes und zugleich patientennahes Fachgebiet weiter Kontur gewinnen.

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