Der FC 08 Homburg setzt im Nachwuchsbereich auf Kontinuität: Hajrullah Muni bleibt Cheftrainer der zweiten Mannschaft. Der Verein verlängerte den Vertrag mit dem 36-Jährigen vorzeitig bis zum Sommer 2027 – ein klares Bekenntnis zu der Arbeit, die der gebürtige Kosovare in den vergangenen zwölf Monaten an der Saar geleistet hat.
Für Muni bedeutet die Aufgabe ohnehin mehr als nur einen Trainerposten. Bereits zwischen 2011 und 2013 lief er für die Grün-Weißen auf, holte mit ihnen die Meisterschaft in der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar und stieg in die Regionalliga auf. Als er im vergangenen Sommer das Cheftraineramt der U23 übernahm, kehrte er an einen Ort zurück, mit dem ihn sportlich viel verbindet.
Die Rahmenbedingungen waren dabei alles andere als komfortabel. Nach dem Abstieg in die Verbandsliga Nord/Ost galt es, einen umfassenden personellen Umbruch zu moderieren und nahezu eine komplett neue Mannschaft zu formen. Dass diese Aufgabe gelingen konnte, zeigte sich im Saisonverlauf: Nach einer Findungsphase entwickelte sich das Team kontinuierlich weiter. Am Ende stand ein fünfter Tabellenplatz – und der Status als drittbeste Rückrundenmannschaft der Liga.
Genau diese Entwicklung honoriert nun die sportliche Leitung. „Muni leistet bei unserer U23 hervorragende Arbeit und bringt sowohl fachlich als auch menschlich alle Voraussetzungen mit, um unsere jungen Spieler bestmöglich zu fördern“, sagt Peter Tretter, Nachwuchs-Sportkoordinator des Allgäuer Latschenkiefer-Nachwuchsförderzentrums beim FCH. Tretter verweist zudem auf die kürzlich abgeschlossene A-Lizenz, die den Ehrgeiz des Trainers belege. Man freue sich, „den gemeinsamen Weg fortzusetzen“.
Muni selbst spricht von einem Vertrauensbeweis, der ihn ankommen lässt. „Aktuell bin ich genau da, wo ich hingehöre“, sagt der Coach über seine zweite Station in Homburg. Der Verein biete ihm die Perspektive, sich als Trainer kontinuierlich weiterzuentwickeln. In die kommende Spielzeit wolle er „mit Schwung und positiver Energie“ gehen, um mit der Mannschaft den eingeschlagenen Weg konsequent fortzuführen.
Flankiert wird die Vertragsverlängerung von einem zweiten Erfolg auf der Trainerebene. Muni absolvierte zuletzt erfolgreich die A-Lizenz, drei Präsenzphasen führten ihn dafür in sein Geburtsland Kosovo, ehe er die Abschlussprüfung bestand. Für ihn ein Schritt mit doppelter Bedeutung: „Der erfolgreiche Abschluss der A-Lizenz ist für mich als Trainer ein wichtiger Meilenstein und gleichzeitig auch persönlich ein großer Schritt.“
Die neuen Impulse will er unmittelbar in den Alltag bei der U23 einfließen lassen. Sein Anspruch sei es, „nie stehenzubleiben, sondern immer weiter zu lernen“. Damit bleibt Muni in seiner Doppelrolle das, was er für den FCH längst geworden ist: eine Schnittstelle zwischen Nachwuchsförderung und Herrenbereich – und ein Trainer, der die Lücke zwischen Talent und Profibetrieb mit Substanz schließen soll.



















