Foto: SOD/ Carina Gromer

Die Special Olympics Nationalen Spiele 2026 im Saarland sind Geschichte – und sie hallen nach. Christiane Krajewski, Präsidentin von Special Olympics Deutschland, zieht eine Bilanz, die weit über sportliche Wettkampfergebnisse hinausreicht. „Wir wollen Special Olympics in Deutschland stärker machen“, formuliert sie das Leitmotiv für die kommenden Jahre.

Noch immer schwingt bei ihr die Begeisterung der vergangenen Tage mit. Bei strahlendem Sonnenschein und sommerlicher Hitze hätten die Athletinnen und Athleten gezeigt, was Stärke und Resilienz bedeuten. „Mit ihrer Haltung sind sie Vorbilder für unsere Gesellschaft“, betont Krajewski. Was bleibe, sei die Erinnerung an Momente, die unter die Haut gingen – und eine Gewissheit darüber, welche Kraft im inklusiven Sport steckt.

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Die Dimension der Spiele im Saarland war neu: Erstmals stand ein gesamtes Bundesland im Mittelpunkt einer Nationalen Veranstaltung, eingebunden in eine grenzüberschreitende Dramaturgie mit dem benachbarten Frankreich. Neben Sportlerinnen und Sportlern aus allen 16 Bundesländern reisten zwölf internationale Delegationen an, 27 Sportarten wurden in sämtlichen Landkreisen ausgetragen. Auch das Host Town Program feierte bei Nationalen Spielen Premiere – Kommunen empfingen ausländische Gäste und zeigten ihnen die Region. „Diese Nationalen Spiele Saarland 2026 haben neue Maßstäbe gesetzt“, resümiert die Präsidentin.

Foto: SOD / Carina Gromer

Eine tragende Rolle spielten auch die Unterstützerinnen und Unterstützer aus der Wirtschaft. 33 Unternehmen und Institutionen engagierten sich als Partner und Förderer, 20 davon entsandten Mitarbeitende als Corporate Volunteers ins Saarland – teilweise unter Einsatz des eigenen Jahresurlaubs. Krajewski berichtet aus zahlreichen Gesprächen: Die Helfenden seien emotional berührt zurückgekehrt, und genau dieses Gefühl verändere die Unternehmenskultur nachhaltig. „So entsteht ein Gewinn auf beiden Seiten.“

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Doch was bleibt, wenn die Plakate abgehängt sind? Krajewski verweist auf einen ganzen Strauß an Spuren: eine durch die Landesregierung nachhaltig verbesserte Sportinfrastruktur, einen wachen Stolz in der Bevölkerung und eine breite Bewegung aus Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft. Special Olympics Saarland und der Landessportverband haben gemeinsam Programme in mehr als 150 Grundschulklassen angestoßen, aus denen inklusive Freundschaften entstanden sind. Und nicht zuletzt bleibe das gestiegene Selbstbewusstsein vieler Athletinnen und Athleten.

Auch medial markieren die Spiele einen Wendepunkt. So umfangreich wie 2026 sei noch nie über Nationale Spiele berichtet worden, sagt Krajewski und dankt der Medienallianz für ihre Arbeit. Sie ist überzeugt, dass die bundesweite Resonanz weitere Menschen mobilisieren wird, die Ziele des Verbandes zu unterstützen – Inklusion sei in jeder Ecke Deutschlands sichtbar geworden.

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Der Blick richtet sich nun nach vorn. Aktuell entsteht der Strategieplan für die kommenden vier Jahre, der im November auf der Mitgliederversammlung verabschiedet werden soll. Vorausgegangen ist ein breiter Beteiligungsprozess mit Präsidium, Bundesgeschäftsführung, den 16 Landesverbänden und Athletenvertretern. Die Angebote sollen leichter auffindbar werden, mehr Jugendliche sollen als Mitglieder gewonnen, die Vielfalt vor Ort sichtbar gemacht und die Finanzierung stabilisiert werden. Inklusive Teams im Haupt- und Ehrenamt sollen wachsen, ebenso die Freiwilligen-Netzwerke. „Unser Leitziel“, fasst Krajewski zusammen, sei es, „mit der verbindenden Kraft des Sports immer mehr Teilhabe für Menschen mit geistiger Beeinträchtigung zu bewirken“ – in Gesundheit, Bildung und Arbeit gleichermaßen.

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