Foto: FC 08 Homburg

Durch einen Treffer in letzter Minute bleibt der FC Homburg auch im 6. Spiel unter Trainer Timo Wenzel ungeschlagen. Nach schwachem Spiel der Grün-Weißen sorgte Thomas Gösweiner durch einen Kopfballtreffer zumindest noch für den schmeichelhaften 1:1-Ausgleich gegen den abstiegsbedrohten VfR Aalen.

Bereits im vergangenen Spiel gegen den FC Astoria Walldorf hatten die Homburger nicht überzeugt. Und auch in Aalen zeigte man wieder eine äußerst mäßige Vorstellung und nahm nur glücklich einen Punkt von der Ostalb mit. Wie bereits gegen Walldorf hatte man das Gefühl, dass der Gegner die Punkte mehr wollte als der FCH.

Gerade in der Anfangsphase agierten die Schwaben druckvoll und brachten die Gäste immer wieder in Bedrängnis. Die größte Chance in dieser Phase vergab Mark Müller, der nach einem schweren Fehlpass von Ivan Sachanenko am Homburger Torhüter David Salfeld scheiterte (7.). Letztlich schaffte es die Abwehr, in der wieder Stefano Maier und Sachanenko die Innenverteidigung bildeten, jedoch, die gute Anfangsphase der Gastgeber ohne Gegentreffer zu überstehen.

Erst nach rund zwanzig Minuten gelang es den Grün-Weißen besser, die Aalener vom eigenen Tor wegzuhalten. Doch viele Abspielfehler und Ungenauigkeiten verhinderten einmal mehr, dass man sich selbst Torchancen herausspielen konnte. Dabei hatte Wenzel sein Team im Offensivbereich im Vergleich zum Walldorf-Spiel auf zwei Positionen verändert. Für Patrick Dulleck, der nicht einmal im Kader stand, und Jannik Sommer rückten Marcel Carl und Marco Hingerl in die Startformation. Dazu ersetzte noch Daniel di Gregorio den verletzten Mart Ristl und spielte zum ersten Mal seit langer Zeit wieder einmal auf seiner angestammten Position im defensiven Mittelfeld.

Doch weder er noch die anderen Akteure im Mittelfeld schafften es, dem Offensivspiel der Grün-Weißen Struktur zu verleihen. Einzig Damjan Marceta sorgte einmal kurz für Gefahr, als er wie aus dem Nichts allein vorm Aalener Keeper Daniel Benhardt auftauchte, der den Schuss des Homburger Top-Torschützen jedoch parieren konnte (30.). Tatsächlich zeigten die Gastgeber die deutlich bessere Spielanlage, blieben jedoch vor dem Tor zu harmlos. So blieb es zur Pause beim 0:0.

Die zweiten 45 Minuten begannen gleich mit einem Paukenschlag. Der Aalener Stürmer Steffen Kienle spielte gleich mehrere Homburger aus und leitete auf Mark Müller weiter, der jedoch vollkommen frei stehend genau auf Salfeld schoss (46.). Spätestens jetzt hätten die Hausherren den Führungstreffer aufgrund einer couragierten Vorstellung verdient gehabt. Auch in den nächsten Minuten deutete wenig darauf hin, dass die Gäste offensiv etwas gefährlicher auftreten würden.

Doch dann kam unerwartete Hilfe durch den Schiedsrichter. Dieser zückte nach einem Foul von Tim Grupp eine äußerst fragwürdige Rote Karte. Grupp hatte zuvor Marceta gehalten, der auf dem Weg zum Tor war. Der insgesamt schwache Schiedsrichter Elias Tiedeken entschied auf Notbremse, obwohl noch zwei Aalener in aussichtsreicher Position waren, um Marceta aufzuhalten (52.).

Doch wer nun glaubte, dass die Homburger offensiv druckvoller auftreten würden, sah sich getäuscht. Bis auf eine Chance durch Marceta direkt nach dem Platzverweis blieben die Saarpfälzer vollkommen harmlos. Nichts war zu sehen von dem Spielwitz, den die Mannschaft am Anfang der Saison gezeigt hatte. Stattdessen Aalen: Nach einem katastrophalen Fehlpass von Luca Plattenhardt war Kienle auf und davon und erzielte seinen 7. Saisontreffer (71.).

Homburg drängte zwar auf den Ausgleich, doch im Grunde hatte man nicht das Gefühl, dass dieser in der Luft lag. Bis es in der fünften Minute der Nachspielzeit doch noch einmal Freistoß auf der linken Seite gab. Patrick Lienhard brachte die Kugel perfekt hinein und der eingewechselte Gösweiner tat das, was er am besten kann: Er wuchtete den Ball per Kopf ins Tor der Hausherren.

Ein äußerst glücklicher und im Grunde unverdienter Ausgleich für die Homburger, die damit unter Wenzel nun 10 Punkte in 6 Spielen geholt haben. Diese Bilanz täuscht jedoch darüber hinweg, dass der FCH gerade in der Vorwärtsbewegung gewaltiges Verbesserungspotential hat – auch im Vergleich zur Zeit unter Ex-Trainer Matthias Mink. Momentan ist es vor allem die Abwehrarbeit, die den Grün-Weißen eine passable Punkteausbeute beschert. Ob man auch nach vorne ansehnlicher aufspielen kann, wird sich bereits am Dienstag zeigen, wenn der FSV Mainz 05 II im Waldstadion zu Gast ist.

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