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Der Weg für den Bau neuer, flexibel steuerbarer Kraftwerke in Deutschland ist frei. Die EU-Kommission hat am Dienstag die beihilferechtliche Genehmigung für die Ausschreibungen nach dem Strom-Versorgungssicherheits- und Kapazitätengesetz (StromVKG) erteilt. Damit fällt der Startschuss ausgerechnet rechtzeitig zum ersten Gebotstermin, der bereits am 8. September 2026 ansteht.

Es ist das Ende eines langen Wartens. Rund dreieinhalb Jahre lang wurde über die Ausgestaltung gerungen, Entwürfe wanderten hin und her, Verzögerungen häuften sich. Kerstin Andreae, Vorsitzende der Hauptgeschäftsführung des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW), spricht denn auch von einem entscheidenden Moment: Nach den intensiven Verhandlungen seien nun endlich die Voraussetzungen für neue steuerbare Kapazitäten geschaffen.

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Doch mit der Genehmigung aus Brüssel ist die Arbeit nicht getan. Andreae richtet den Blick sofort auf die nächste Instanz. Entscheidend sei jetzt, dass die Bundesnetzagentur die Zuschläge zügig erteile, damit die Projekte ohne weiteren Zeitverlust in die Umsetzung gehen könnten. Tempo ist gefragt, wenn die neuen Anlagen tatsächlich zur Stabilität des Stromsystems beitragen sollen.

Hintergrund der Bemühungen ist die Rolle der erneuerbaren Energien. Sonne und Wind stehen im Zentrum der deutschen Stromversorgung, liefern aber naturgemäß nicht rund um die Uhr konstant Leistung. Um dieses hohe Niveau an Versorgungssicherheit weiterhin zu gewährleisten, braucht es nach Ansicht des Verbands flankierende Kapazitäten, die sich flexibel zuschalten lassen.

Damit ist der jetzige Schritt für die Branche erst der Anfang. Als nächste große Aufgabe steht die Ausgestaltung eines umfassenden, technologieoffenen Kapazitätsmarktes an, der ab dem Jahr 2032 greifen soll. Dieser Markt sollte, so die Forderung, konsequent auf den bereits im StromVKG skizzierten Vorgaben aufbauen.

Der BDEW hatte den gesamten Gesetzgebungsprozess von Beginn an eng begleitet. Diese Rolle will der Verband auch mit Blick auf die kommenden Ausschreibungen beibehalten. Für die deutsche Energiewirtschaft markiert die Genehmigung aus Brüssel somit weniger einen Schlusspunkt als vielmehr den Auftakt zu einer entscheidenden Umbauphase des Strommarktes.

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