Die musikalische Jugend des Saarlandes spielt im bundesweiten Vergleich in der Spitzengruppe mit. Diese Botschaft stand im Mittelpunkt einer Feierstunde, zu der Ministerpräsidentin Anke Rehlinger am Donnerstag, 3. September, in die Staatskanzlei geladen hatte. Empfangen wurden Nachwuchsmusikerinnen und -musiker, die sich bei den Bundeswettbewerben „Jugend musiziert“ und „Jugend jazzt“ behauptet haben, darunter auch die Erstplatzierten des Landeswettbewerbs.
Für Rehlinger sind die jungen Talente weit mehr als erfolgreiche Preisträger. „Musik verbindet und überwindet Grenzen. Das macht sie zu einem starken Anker unserer Gesellschaft“, sagte die Ministerpräsidentin. Sie zeigte sich stolz auf eine Kulturlandschaft, in der die Förderung des Nachwuchses fest verankert sei. Die guten Ergebnisse belegten aus ihrer Sicht die hohe Leistungsdichte und die solide Ausbildung im Land.
In ihrer Ansprache würdigte Rehlinger die jungen Menschen als Aushängeschilder der Region. „Ihr alle seid tolle Botschafterinnen und Botschafter für das Kulturland Saarland“, betonte sie. Als Musikerinnen und Musiker lebten sie Werte wie Leidenschaft und Ausdauer, Geduld und Ehrgeiz, aber auch Kreativität und soziale Kompetenz.
Welche Bedeutung der Wettbewerb über die reine Bewertung hinaus hat, machte Dieter Boden deutlich, Präsident des Landesmusikrates Saar. „Jugend musiziert“ biete der musikalischen Jugend die Chance, sich mit Gleichgesinnten zu messen und die eigene künstlerische Position zu bestimmen. Zugleich sei der Wettbewerb ein Fest der Begegnung. „Bei ,Jugend musiziert‘ beginnen viele musikalische Karrieren und viele lebenslange Freundschaften“, so Boden. Der Landesmusikrat öffne den Preisträgern große Bühnen und unterstütze gezielt die Bildung von Ensembles.
Durch das gemeinsame Musizieren und das gegenseitige Zuhören, erklärte Boden, entwickelten sich die Talente nicht nur zu mündigen Musikerinnen und Musikern, sondern auch zu mündigen Bürgerinnen und Bürgern. Dahinter steckt das Anliegen, jungen Menschen mehr mitzugeben als technische Fertigkeit.
Bei den Bundeswettbewerben in München und Regensburg holten mehrere Saarländer vordere Plätze. Erste Preise am Klavier gingen an Paul Gurti und Alexander Bauer. Jonas Schwinn (Klavier) und Henri Schmitt (Drum-Set Pop) belegten jeweils zweite Plätze. Ebenfalls mit einem zweiten Preis wurde ein Ensemble in der Kategorie Neue Musik ausgezeichnet, dem Jule Magdalena Wagner am Violoncello sowie Liese Franka Wagner und Minseo Kang an der Querflöte angehörten. Dritte Preise sicherten sich Alma Betz im Gesang und Sophia Brandt am Klavier.
Mit „sehr gutem Erfolg“ traten die Harfenistinnen Johanna Grand-Montagne und Miriam Köhler an. Zahlreiche weitere Jugendliche hatten zuvor auf Landesebene erste Preise errungen, unter ihnen Lena Backes, Elisha Bai, Aliya Christensen, Bryan Gao, Milena List und Marius Tang.
Auch im Jazz war das Saarland vertreten: Das Trio „Organized Chaos“ hatte sich für die 21. Bundesbegegnung „Jugend jazzt“ in Halle qualifiziert. Im Wettbewerb der 16 Bundesländer erreichten Timo Krämer am Saxofon, Elias Zinnikus an Orgel und Keyboard sowie Amélie D’Angiolillo am Schlagzeug den fünften Platz.




















