Foto: FC 08 Homburg

Erster Sieg für Timo Wenzel als Trainer des FC Homburg: In einem kampfbetonten Spiel rang der FCH am Ende die TuS Rot-Weiß Koblenz mit 2:1 (2:1) nieder. Im Mittelpunkt stand der zweite Torwart der Grün-Weißen, Mark Redl, der zu Beginn zwar den Gegentreffer verschuldete, jedoch kurz vor Schluss den Sieg auch mit einer Glanztat festhielt.

„Du denkst nicht nach und reagierst einfach.“ Kurz und bündig brachte Mark Redl nach dem Spiel auf den Punkt, was in ihm vor sich ging, als der Goalgetter der Koblenzer, Valdrin Mustafa, mit einem Mitspieler allein auf seinen Kasten zulief. Zum Glück für die Grün-Weißen entschied sich Mustafa für den Abschluss. Und fand seinen Meister im überragend reagierenden Schlussmann des FCH. Eine Aktion, die man Redl nach dem Spielverlauf vielleicht nicht unbedingt zugetraut hätte. Denn gleich zu Beginn ließ er einen eigentlich harmlosen Ball fallen und ermöglichte so den Koblenzer Führungstreffer durch den Ex-Elversberger Moritz Göttel (5.).

Es war ein denkbar schlechter Beginn für die Grün-Weißen, die sich nach dem starken Auftritt im Saar-Derby gegen die SVE vorgenommen hatten, ihre Leistung zu bestätigen. Dafür baute Trainer Wenzel in seinem Heimspieldebut auf eine auf drei Position veränderte Startformation. Für Mart Ristl und Jannik Sommer standen Patrick Dulleck und Marcel Carl von Beginn an auf dem Feld. Und David Salfeld, der gegen Elversberg die Rote Karte gesehen hatte, wurde eben durch Redl ersetzt. 

Nachdem dieser gepatzt hatte, steckten die Hausherren jedoch nicht auf, arbeiteten sich in die Partie und wurden prompt belohnt. Über Loris Weiss kam der Ball zu Luca Plattenhardt, der von der Grundlinie auf Marco Hingerl zurücklegte. Hingerl ließ dem Koblenzer Schlussmann Mario Seidel keine Chance und erzielte den Ausgleich mit einem platzierten Schuss ins linke Eck. Ein wunderschön herausgespielter Treffer, der zeigt, was die Grün-Weißen spielerisch zu leisten imstande sind, in dieser Saison aber leider viel zu selten zeigten.

Danach die Partie sehr zerfahren. Beide Mannschaften verloren oft den Ball und schafften es nicht, aus dem Spiel heraus Chancen zu kreieren. Es waren Standardsituationen, die für Gefahr sorgten. So scheiterte Thomas Gösweiner nach einer Ecke am gut reagierenden Seidel (28.), bevor er es zehn Minuten später nach einem Freistoß besser machte und völlig freistehend aus dem Gewühl zum Führungstreffer verwandelte. Der Schlusspunkt einer durchaus gelungenen erste Hälfte der Grün-Weißen, die hinten nichts zuließen und vorne mit zwei Treffern ihren Soll erfüllten.

Das sollte sich in der zweiten Halbzeit ändern. Von den Grün-Weißen kam schlicht zu wenig und Koblenz machte sich zusehends in der Hälfte der Hausherren breit. Bereits eine Minute nach Wiederanpfiff verpassten die Gäste den Ausgleich nach einem Eckball nur haarscharf und in der Folgezeit hatte man das Gefühl, dass die guten Rheinländer dem Ausgleich näher waren als die Heimelf der Entscheidung. Die Homburger überließen den Gästen das Spiel und konzentrierten sich auf die Defensivarbeit. Das hätte sich jedoch nach 70 Minuten fast gerächt, als Redl mit besagter Glanzparade gegen Mustafa retten musste. „Da hatten wir mit Sicherheit Glück“, musste auch Trainer Wenzel einräumen.

Doch auch Koblenz musste sich bei seinem Keeper bedanken, der gegen Weiss nach einem Konter in höchster Not parierte (78.). „Wir haben es verpasst nachzulegen und da war es natürlich umso schwerer gegen einen solchen Gegner, der viel mit hohen Bällen agiert. Da hast du immer Angst, dass noch einer durchrutscht“, so Wenzel. Doch Homburg schaffte es am Ende den Sieg mit einigem Zittern gegen einen anrennenden Gegner über die Zeit bringen. Was auch daran lag, dass Redl im entscheidenden Moment cool  blieb und „einfach reagierte.“ Weiter geht es für die Grün-Weißen am kommenden Ostersamstag um 14 Uhr, wenn man beim Spitzenteam vom FSV Frankfurt zu Gast ist.

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