Das Thume Eck" in St. Ingbert - Foto: Giusi Faragone

Seit vielen Jahren standen die Gebäude am Eingang der Kohlenstraße leer. Immer mehr wurde das „Thume Eck“ zum Schandfleck an einer der größten Straßenkreuzungen in St. Ingbert. Ca. ein Jahr dauerten die Arbeiten in diesem Bereich. Zwei Häuser wurden abgerissen. Bagger verfüllten die entstandene Baugrube und brachten Erde auf. Am Gasthaus „Edelweiß“ wurde aufgrund von Fassadensicherung und zur Versiegelung ein Putz aufgebracht. An der Seite zur Martin-Luther-Kirche errichtete ein Kran eine Gabionenwand als Sichtschutz zu den dahinterliegenden Hinterhöfen.

Mit großem Engagement setzte sich Ortsvorsteherin Irene Kaiser für eine grüne Gestaltung ein. Inmitten des Platzes ist nun eine kleine Parkanlage entstanden. Die ersten Grashalme sprießen in die Höhe. Bäume spenden in der Zukunft Schatten. Zwei Bänke an dem kleinen Fußweg, der über das Gelände führt, lädt zum Verweilen ein. Die Mitte des Parks schmückt eine Skulptur des St. Ingberter Metallbildhauers Hans Peters, die den Namen „Nessie“ trägt. Die beiden Neffen von Hans Peters schenkten diese Skulptur der Stadt. Da gegenüber vom „Thume Eck“ die ehemalige Schlosserei Peters ihren Standort hatte, steht die Skulptur an einem besonderen Ort.

Um über die historische Geschichte zu informieren, stellte der Heimat- und Verkehrsverein ein Informationspult auf. Auf diesem Pult finden Besucherinnen und Besucher die Geschichte zum „Thume Eck“ und über das gesamte Areal. „In früheren Zeiten standen ganz in der Nähe die Gambrinushalle sowie die ehemalige Schlosserei Peters“, erläutert Konrad Weisgerber der Vorsitzende des Heimat und Verkehrsvereins.

Bild: T.Bastuck

Oberbürgermeister Ulli Meyer und Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger besuchten gemeinsam das grüne Entrée zur St. Ingberter Innenstadt. Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger: „Wir wollen, dass Dörfer und Städte lebenswert sind und bleiben. Deshalb greifen wir den saarländischen Kommunen gezielt bei der Gestaltung der Ortsbilder unter die Arme. Davon profitieren nicht nur die Bürgerinnen und Bürger: Freundliche und ansprechende Kommunen ziehen auch Gäste von außerhalb an und generieren so Wertschöpfung für die gesamte Region. Es wird eine Zeit nach Corona geben, und für die wollen wir auch im Hinblick auf den Saar-Tourismus gerüstet sein. Die Mittelstadt St. Ingbert geht hier mit gutem Beispiel: Das Projekt ‚Thume Eck‘ ist nicht nur ein gelungener Beitrag zur Qualitätssteigerung im saarländischen Tourismus, sondern auch zur Wiederbelegung unserer Ortszentren. Ich hoffe, dass viele Kommunen dem positiven Beispiel folgen und unser Förderprogramm zur Aufwertung der Ortsbilder saarländischer Kommunen in Anspruch nehmen.“

Oberbürgermeister Ulli Meyer zeigt sich erfreut über das Ergebnis: „Das Thume Eck ist ein neuer Treffpunkt für die Bürgerinnen und Bürger. Wir werten mit dem grünen Ensemble das Entrée zur Kohlenstraße und zur gesamten Innenstadt auf. Mit dem Thume Eck haben wir einen weiteren Baustein zu einem grünen und lebendigen St. Ingbert geschaffen. Wir arbeiten bereits an der Zukunft der Kohlenstraße, die gegenläufig werden soll. Auch der Bereich gegenüber auf dem ehemaligen WVD-Gelände soll aktiv neu belebt werden. Ich danke Wirtschaftsministerin Rehlinger sowie dem Heimat- und Verkehrsverein für die Unterstützung bei dem Projekt.“

 

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