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Knapp 5.000 Unterschriften hat die saarländische Petition für ein AfD-Verbot nach eigenen Angaben fast erreicht – und die Initiatoren wollen mit einer Städtetour durch das Bundesland den Druck weiter erhöhen. Am 14. März macht die Kampagne Station in Saarbrücken, wo Bürgerinnen und Bürger die Petition vor Ort unterzeichnen können.

Hinter der Aktion steht die saarländische Lokalgruppe der bundesweiten Kampagne „Menschenwürde verteidigen – AfD-Verbot Jetzt“. Seit November 2025 sammelt sie Unterschriften, das Zeitfenster ist auf sechs Monate angelegt. Das erklärte Ziel: Die Landesregierung soll sich im Bundesrat dafür einsetzen, ein Verbotsverfahren gegen die Alternative für Deutschland nach Artikel 21 des Grundgesetzes einzuleiten.

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„Die hohe Beteiligung zeigt, dass viele Bürger*innen im Saarland unser Anliegen unterstützen“, sagt Nina A. von der Lokalgruppe. Man wolle den politischen Druck erhöhen und die Debatte über die Notwendigkeit eines solchen Verfahrens stärken, so die Aktivistin weiter. Dass die Initiative offenbar Resonanz findet, lässt sich an der Zahl ablesen: Die Marke von 5.000 Unterzeichnern rückt nach Angaben der Organisatoren in greifbare Nähe.

Mit der Saarland-Tour verfolgt die Gruppe eine bewusste Strategie. Statt ausschließlich in der Landeshauptstadt präsent zu sein, steuert sie gezielt auch kleinere Kommunen und ländliche Regionen an. Neben dem reinen Sammeln von Unterschriften geht es den Organisatoren dabei um Information, persönlichen Austausch und den Aufbau lokaler Netzwerke. Wer sich nicht nur mit einer Unterschrift beteiligen möchte, ist eingeladen, selbst Teil der Kampagne zu werden.

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Der Stopp in Saarbrücken am 14. März ist als zusätzlicher Termin im Tourplan vorgesehen. Interessierte können sich dort über Hintergründe und Ziele der Petition informieren, offene Fragen klären und direkt unterschreiben. Weitere Stationen der Tour sowie Details zur Initiative sind auf der Webseite der Lokalgruppe abrufbar.

Ob die Petition am Ende tatsächlich politisches Gewicht entfaltet, hängt von mehreren Faktoren ab – nicht zuletzt davon, wie die saarländische Landesregierung auf das Anliegen reagiert. Ein Parteiverbot nach dem Grundgesetz ist ein juristisch wie politisch hochkomplexer Vorgang, über den letztlich das Bundesverfassungsgericht entscheidet. Die Initiatoren setzen darauf, dass eine breite Unterschriftenbasis den Weg dorthin zumindest politisch ebnet.

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