Symbolbild Quelle: Polizei Saarland

Wer in dieser Woche längere Strecken auf deutschen Autobahnen plant, sollte Zeitpuffer einkalkulieren. Der ADAC rechnet rund um Fronleichnam mit einer der staureichsten Phasen des Jahres. Vor allem der Mittwoch vor dem Feiertag gilt traditionell als Nadelöhr im Reisekalender, übertroffen meist nur vom Freitag vor Pfingsten, dem Gründonnerstag und dem Mittwoch vor Christi Himmelfahrt.

Die Gemengelage ist diesmal besonders verkehrsintensiv. Während Baden-Württemberg und Bayern in den Pfingstferien das Ende der schulfreien Zeit erleben, nutzen viele Menschen aus Nordrhein-Westfalen, Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland den Donnerstag für einen verlängerten Kurzurlaub. Hinzu kommen rund 1.000 Baustellen, die das Netz zusätzlich verengen.

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Den ersten großen Schub erwartet der Automobilclub bereits am Mittwochnachmittag. Bis in die Abendstunden dürfte die Belastung ihren Höhepunkt erreichen, und auch am Donnerstagvormittag bleibt das Bild auf vielen Routen ähnlich. Wer flexibel ist, fährt früh morgens oder weicht auf die Nacht aus.

Eine zusätzliche Brisanz entwickelt der Freitag, 5. Juni: Mit „Rock am Ring“ am Nürburgring und „Rock im Park“ in Nürnberg starten zwei der größten deutschen Festivals. Auf den Zufahrtsstraßen und in den umliegenden Regionen ist mit erheblichem Andrang zu rechnen. Den stärksten Rückreiseverkehr prognostiziert der ADAC dann für den Sonntag, wenn Tagesausflügler, Kurzurlauber und Ferienrückkehrer aus dem Süden zeitgleich unterwegs sind. Vor allem am Nachmittag und am Abend dürfte sich die Lage verschärfen.

Als besonders staugefährdet gelten die Klassiker des Fernverkehrs: die A1 von Fehmarn über Hamburg bis Köln, die A2 zwischen Oberhausen und Magdeburg sowie die A3 von Arnheim über Köln nach Frankfurt und weiter zwischen Passau und Linz. Auch die A4 in Richtung Aachen und im sächsischen Abschnitt nach Görlitz, die A5 zwischen Kassel und Frankfurt sowie zwischen Karlsruhe und Basel, die A6 Richtung Pilsen und die A7 von Flensburg bis ins Allgäu zählen zu den neuralgischen Strecken. Hinzu kommen die A8 nach Salzburg, die A9 Richtung Leipzig, der Berliner Ring A10 und der Münchner Autobahnring A99.

Wer ins Ausland aufbricht, muss in Österreich auf der Westautobahn A1, der Pyhrn-Autobahn A9, der Tauern-Autobahn A10, der Inntal-Autobahn A12 und der Brenner-Autobahn A13 mit Verzögerungen rechnen. Auf der Brennerroute belastet zusätzlich die Sanierung der Luegbrücke zwischen Innsbruck und dem Pass den Verkehr. Auch Fernpass und Arlbergstraße bleiben Geduldsproben. Für die Tiroler Inntalautobahn sind am Freitag, 5. Juni, sowie am Montag, 8. Juni, Blockabfertigungen angekündigt, flankiert von den bekannten Fahrverboten an Wochenenden und Feiertagen, die Ausweichverkehr durch Ortschaften unterbinden sollen.

In der Schweiz konzentrieren sich die Engstellen auf die Gotthard-Route zwischen Basel, Luzern und Chiasso sowie auf die San-Bernardino-Verbindung. Die A1 zwischen Bern und St. Margrethen und die A3 von Basel über Zürich nach Chur dürften ebenfalls dicht befahren sein. In Italien sind vor allem die Brennerautobahn A22 sowie die Strecken zwischen Mailand und Genua betroffen, dazu die Hauptreiserouten Richtung Adria und Mittelmeer.

Auch bei der Rückreise nach Deutschland bleibt Geduld gefragt: Wegen der weiterhin bestehenden Grenzkontrollen müssen Reisende an den Übergängen mit zusätzlichen Wartezeiten rechnen.

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