Mehr als 125.000 Übernachtungen in nur einem Jahr: Die Zahlen für St. Wendel zeigen nach oben. Genau 125.143 Gäste blieben 2025 über Nacht in der Kreisstadt – das belegt das Sparkassen-Tourismusbarometer Saarland 2026. Für die CDU ist dieser Zuwachs von rund 2,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr Grund genug, die touristischen Stärken der Region stärker zu bündeln.
Unterm Strich bedeutet das Plus 3.062 zusätzliche Übernachtungen. Hinter dieser Zahl steckt für Sebastian Schorr, Fraktionsvorsitzender der CDU im Stadtrat und Landtagsabgeordneter, ein handfester wirtschaftlicher Hebel. „Tourismus ist für uns ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. Wer mehrere Tage in St. Wendel verbringt, besucht unsere Gastronomie, kauft vor Ort ein und nutzt die Angebote unserer Stadt“, erklärt er. Davon profitierten Betriebe, Beschäftigte und die gesamte Kreisstadt gleichermaßen.
Schorr ordnet die Entwicklung in einen größeren Rahmen ein. Der Landkreis St. Wendel führt beim Blick auf die Übernachtungszahlen landesweit – kein Kreis im Saarland verzeichnet mehr. Diese Position sei kein Zufall, sondern das Ergebnis jahrelanger Arbeit. „Landrat Udo Recktenwald und die Sankt Wendeler Land Touristik leisten seit Jahren gute Arbeit. Auf dieser Grundlage können wir aufbauen und gemeinsam neue Impulse setzen“, so der Abgeordnete.
Ein zentraler Ansatzpunkt ist für die Christdemokraten, die einzelnen Ausflugsziele enger miteinander zu verzahnen. Vom Bostalsee über die Benediktinerabtei in Tholey und den Keltenring bis in die St. Wendeler Innenstadt liege vieles dicht beieinander, betont Schorr. Gäste sollten diese Ziele problemlos kombinieren und erreichen können. Dazu brauche es gut vernetzte Rad- und Wanderwege, passende Verkehrsverbindungen und übersichtliche Informationen, die über Gemeindegrenzen hinweg bei der Planung helfen.
Für die Kreisstadt selbst sieht die Partei zudem ungenutztes Potenzial bei Wohnmobilstellplätzen in fußläufiger Nähe zur Innenstadt. Solche Plätze könnten zusätzliche Gäste anziehen und den Weg zu Gastronomie, Handel und Veranstaltungen verkürzen.
Auf die Innenstadt setzt auch Alexander Zeyer, Vorsitzender des CDU-Stadtverbandes St. Wendel. „Unsere Märkte, Veranstaltungen und kulturellen Angebote sind starke Anziehungspunkte“, sagt er. Verknüpfe man diese besser mit den übrigen Ausflugszielen im Landkreis, gebe man den Besuchern zusätzliche Gründe, länger zu bleiben und das Zentrum aufzusuchen. Das stärke Gastronomie und Einzelhandel und mache St. Wendel als Reiseziel insgesamt attraktiver.
Um aus diesen Ideen konkrete Projekte zu machen, will die CDU Kreisstadt, Landkreis, touristische Betriebe und Vereine an einen Tisch holen. Ziel ist es, gemeinsame Ausflugsangebote und eine bessere Besucherinformation auf den Weg zu bringen. „Entscheidend ist, dass unsere Angebote auch als zusammenhängendes Erlebnis wahrgenommen werden“, betont Zeyer. Dafür wolle man die Akteure zusammenbringen und ausloten, wo eine engere Zusammenarbeit möglich sei.



















