Foto: Julie Jager
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Was der Wald wirklich leistet, lässt sich im Foyer des Homburger Rathauses nun auf einen Blick erfassen. Die Wanderausstellung „Der nachhaltig bewirtschaftete Wald“ ist dort eröffnet worden und zeigt auf rund 15 Schautafeln, warum ein gesunder Wald für Mensch, Natur und Gesellschaft weit mehr bedeutet als eine Ansammlung von Bäumen. Bis zum 23. Oktober können Bürgerinnen und Bürger die Schau kostenfrei besuchen.

Möglich wurde das Gastspiel durch die Initiative von Dr. Helmut Wolf, Umweltdezernent der Stadt Blieskastel und Leiter des dortigen Stadtforstes, in Zusammenarbeit mit Volker Willig von der Homburger Grünflächenabteilung. Zur Eröffnung kamen neben Oberbürgermeister Michael Forster auch Hannes Born, städtischer Forstamtsleiter im Umweltdezernat, sowie Forstwirtschaftsmeister Julian Welsch vom Stadtforst Blieskastel.

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Inhaltlich spannt die Ausstellung einen weiten Bogen. Sie behandelt die Holzernte und die Nutzung von Holz als nachwachsendem Rohstoff ebenso wie Pflanzung und Naturverjüngung. Auch Boden, Wasser, Klimawandel und der Erhalt von Lebensräumen finden ihren Platz. Deutlich wird dabei: Der Wald ist zugleich Lebensraum, Erholungsort, Klimaschützer, Wasserspeicher und Rohstofflieferant.

Oberbürgermeister Forster verwies bei der Eröffnung auf die unmittelbaren Erfahrungen der zurückliegenden Monate. „Gerade in diesem Sommer konnten wir wieder ganz unmittelbar erleben, welche Bedeutung der Wald für unser Leben hat“, sagte er. „Wer an einem heißen Tag aus der Innenstadt in den Wald kommt, merkt sofort den Unterschied. Der Wald schafft einen natürlichen Lebensraum, der uns kühlt, schützt und zugleich wertvolle Ressourcen liefert.“

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Für Forster kommt es darauf an, das Bewusstsein für diese Zusammenhänge früh zu wecken, statt erst zu reagieren, wenn die Folgen des Klimawandels bereits spürbar sind. „Wir müssen schon bei den Kindern anfangen und ihnen vermitteln, warum ein ökologisch wertvoller und nachhaltig bewirtschafteter Wald so wichtig ist“, betonte er. Was man früh lerne, präge das eigene Bewusstsein und damit den Umgang mit der Natur.

Genau an diesem Punkt setzt die Ausstellung an. Sie will informieren, Zusammenhänge erklären und zeigen, dass nachhaltige Waldbewirtschaftung ökologische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Interessen miteinander verbinden muss. Die Schau gehört zu den Aktivitäten rund um die PEFC-Waldhauptstädte und wandert von Kommune zu Kommune. Stationen machte sie bereits unter anderem in Rottenburg am Neckar, Heidelberg, Augsburg und Brilon sowie 2025 im thüringischen Amt Creuzburg. Im Rahmen des Waldhauptstadtjahres von Blieskastel ist sie nun in weiteren Kommunen der Region zu Gast.

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„Wald kennt keine kommunalen Grenzen“, erklärte Dr. Helmut Wolf. Deshalb sei es wichtig, die Ausstellung auch jenen Kommunen zugänglich zu machen, mit denen man zusammenarbeite und gemeinsam Verantwortung trage. Oft werde vergessen, so Wolf, dass der Wald neben Sauerstoff, Wasser und Lebensraum auch Holz liefere, eine Ressource, die sich nachhaltig nutzen lasse.

In Homburg knüpft die Schau an eine langjährige Partnerschaft mit dem Stadtforst Blieskastel an. Zu den gemeinsamen Vorhaben zählen der SWH-Klimawald im Homburger Stadtwald, verschiedene Pflanzaktionen sowie zuletzt eine aus regionalem Holz gefertigte Schutzhütte oberhalb von Sanddorf. Forster dankte den Beteiligten ausdrücklich und betonte, der Homburger Stadtwald solle konsequent nach den Prinzipien einer nachhaltigen Bewirtschaftung weiterentwickelt werden.

Schulklassen und Kindergartengruppen können die Ausstellung nach Absprache im Rahmen fachkundiger Führungen besuchen. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Stadtforstes Blieskastel vermitteln die Inhalte altersgerecht und beantworten Fragen rund um Wald, Natur und Klimawandel. Termine lassen sich per E-Mail unter wald@blieskastel.de oder telefonisch unter 01520 935 32 31 vereinbaren.

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