Wie und was Kinder heute essen, entscheidet über weit mehr als nur den Speiseplan von morgen – es prägt Gesundheit, Leistungsfähigkeit und am Ende auch das Klima. Diese Botschaft stand im Mittelpunkt des Ernährungskongresses 2026, der am 23. September in Saarbrücken unter dem Titel „Nachhaltige Ernährungssysteme“ stattfand.
Vor einem gut gefüllten Saal begrüßten Umweltministerin Petra Berg, Gesundheitsminister Dr. Magnus Jung, der Geschäftsführer des Vereins für Prävention und Gesundheit im Saarland (PuGiS e. V.), Dirk Mathis, sowie der Geschäftsführer der IKK Südwest, Günter Eller, ein breit gefächertes Publikum. Gekommen waren Caterer, pädagogische Fachkräfte, Lehrerinnen und Lehrer – kurz: Menschen, die täglich mit der Verpflegung in Einrichtungen zu tun haben.
Das Anliegen des Tages war klar umrissen: bestehende Ansätze zusammenführen und neue Kooperationen anstoßen. Ministerin Berg machte deutlich, warum die frühen Jahre so entscheidend sind. „Was wir wann und wie essen, wird in der Kindheit und Jugend geprägt und wirkt sich erheblich auf unser Wohlbefinden, unsere Leistungsfähigkeit und unsere Umwelt aus, mit Folgen für Gesellschaft, Natur und Klima“, sagte sie. Deshalb setze sich das für Ernährung zuständige Umweltministerium gezielt dafür ein, in Kitas und Schulen das Bewusstsein für diesen Zusammenhang zu schärfen.
Dabei versteht Berg die Gemeinschaftsverpflegung selbst als Form der Ernährungsbildung – eine, die viele Menschen jeden Tag erreicht. Der Kongress solle helfen, die vielen guten Ideen, die es bereits gibt, zu bündeln und neue Impulse zu setzen.
Gesundheitsminister Dr. Magnus Jung rückte den Präventionsgedanken in den Vordergrund. „Ernährung ist ein zentraler Baustein, wenn es um die Gesundheitsprävention geht. Wir dürfen nicht erst handeln, wenn Menschen bereits krank sind“, betonte er. Verantwortung liege dabei nicht allein bei den Bürgerinnen und Bürgern. Auch die Politik müsse dafür sorgen, dass jeder Zugang zu gesundem Essen habe und wisse, wie eine gute Ernährung im Alltag gelinge.
Dass Ernährung eine ressortübergreifende Aufgabe ist, zog sich als roter Faden durch die Veranstaltung. Dirk Mathis zog ein positives Fazit: „Es ist heute klar geworden, dass ausgewogene Ernährung keine Aufgabe eines einzelnen Ressorts und auch nicht alleine vom individuellen Verhalten abhängt.“ Bemerkenswert sei, dass alle Partner im Saarland das Thema als gemeinsame Gestaltungsaufgabe begreifen – mit dem Ziel, gesundheitsförderliche und nachhaltige Lebensbedingungen für die Menschen in der Region zu schaffen.
Weiterführende Informationen zum Kongress sowie Materialien rund um das Themenfeld Ernährung stellt das Ministerium auf seinen Internetseiten bereit.


















